Inhalt8 Abschnitte
- 01Wie sieht ein Neukundenprozess im B2B aus?
- 02Was kostet ein Neukunde?
- 03Was zeigt ein typischer Fall aus der Praxis?
- 04Wie vermeiden Sie, dass Kunden zwischen den Schritten verloren gehen?
- 05Welche Kanäle gehören in den Prozess?
- 06Wann lohnt sich ein ausgebauter Neukundenprozess nicht?
- 07Checkliste: Neukundenprozess
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein Neukundenprozess hat sechs Schritte: Zielliste, Erstansprache, Qualifizierung, Termin, Angebot und Übergabe an den Service. Jeder Schritt hat eine Quote, einen Verantwortlichen und eine Frist.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Fehlt einer davon, verschwinden Interessenten zwischen den Schritten. Stand: Oktober 2026.
Wie sieht ein Neukundenprozess im B2B aus?
Sechs Schritte, die aufeinander aufbauen. Die Tabelle nennt je Schritt Ziel, Frist und Quote als Richtwert.
| Schritt | Ziel | Frist | Quote (Annahme) |
|---|---|---|---|
| 1. Zielliste | 200 passende Firmen mit Ansprechpartner | 2 Wochen | |
| 2. Erstansprache | Entscheider erreicht | 4 Wochen | 30 % der Firmen |
| 3. Qualifizierung | Bedarf und Zeitrahmen bekannt | im Gespräch | 40 % der Erreichten |
| 4. Termin | Verkaufstermin vereinbart | im Gespräch | 50 % der Qualifizierten |
| 5. Angebot | Angebot binnen 3 Werktagen | 3 Werktage | 60 % der Termine |
| 6. Übergabe | Onboarding mit Ansprechpartner | 5 Werktage | 100 % der Aufträge |
Tabelle: Sechs Schritte des Neukundenprozesses, Quoten sind Annahmen der Redaktion, Stand 10/2026
Zur Zielliste führt der Leitfaden zur Zielgruppe im B2B, zum Erreichen des Entscheiders der Leitfaden zu Entscheidern. Der Aufbau der Pipeline steht im Leitfaden zur Neukunden-Pipeline.
Was kostet ein Neukunde?
Ein Neukunde kostet die Summe aller Akquisekosten geteilt durch die Zahl neuer Kunden. Beispielrechnung mit Annahmen für einen Anbieter mit 9.000 € Erstauftrag:
| Posten | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Firmen auf der Liste | 200 | |
| Entscheider erreicht | 30 % | 60 |
| Qualifiziert | 40 % | 24 |
| Termine | 50 % | 12 |
| Aufträge | 25 % der Termine | 3 |
| Akquisekosten (Telefon, Vertrieb, Material) | 6.300 € | |
| Kosten je Neukunde | 6.300 : 3 | 2.100 € |
| Anteil am Erstauftrag | 2.100 : 9.000 | 23 % |
Tabelle: Beispielrechnung Kosten je Neukunde, alle Werte sind Annahmen der Redaktion, Stand 10/2026
Ein Neukunde lohnt sich, wenn der Deckungsbeitrag über die Laufzeit die Kosten übersteigt. Bei Folgeaufträgen liegt der Wert höher als im Erstauftrag. Begriffe dazu erklärt das Glossar unter Akquisekosten und Neukundengewinnung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigt ein typischer Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Betriebskleidung für Küchen und Hotels endete der Neukundenprozess nach dem Angebot. 23 Angebote lagen ohne Rückmeldung, niemand rief nach. Das Unternehmen setzte eine Frist von 5 Werktagen für den Nachfassanruf und übergab jeden Auftrag mit einem Zettel (Ansprechpartner, Lieferzeit, Kontakt) an die Auftragsabwicklung. In den folgenden 6 Wochen kamen 31 Angebote, von denen 11 zum Auftrag wurden (35 %), vorher 5 von 23 (22 %). Der Nachfassanruf war der Hebel, nicht das Angebot. Die Vorlage dazu bietet die Checkliste Angebot nachfassen.
Wie vermeiden Sie, dass Kunden zwischen den Schritten verloren gehen?
Mit einer Wiedervorlage nach jedem Schritt und einer Übergabenotiz. Jeder Kontakt, der nicht im nächsten Schritt weiterläuft, bekommt ein Datum, an dem er wieder auf dem Tisch liegt. Die Wiedervorlage ist das einfachste Mittel gegen Schwund. Die Übergabenotiz hält fest, was der Kunde im Gespräch gesagt hat, damit der nächste Mensch nicht neu fragt. Für Terminierung per Telefon beschreibt die Seite Telefonakquise den Ablauf.
Welche Kanäle gehören in den Prozess?
Ein Hauptkanal und ein Nachfasskanal. Hauptkanal ist meist das Telefon, Nachfasskanal die E-Mail mit Terminvorschlag. Social Media und Inhalte erhöhen die Bekanntheit, aber sie ersetzen den Anruf nicht. Wann welcher Kanal passt, zeigt die Säule Kaltakquise, die Möglichkeiten im Überblick bieten die Beiträge Akquise Neukunden und Kaltakquise Beispiele.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann lohnt sich ein ausgebauter Neukundenprozess nicht?
Wenn Sie weniger als 10 Neukunden im Jahr gewinnen wollen, wenn Empfehlungen Ihren Bedarf decken oder wenn die Kapazität für neue Aufträge fehlt. Dann kostet jeder zusätzliche Kunde mehr als er bringt. Auch ein Prozess für ein Produkt, das noch nicht ausgereift ist, erzeugt nur Absagen. Die Grenze der Methode: Ein Prozess macht Arbeit sichtbar und planbar, er schafft keine Nachfrage. Wenn die Quote in Schritt 2 unter 15 % liegt, ist meist die Liste falsch, nicht der Prozess. Zur Rechtslage am Telefon siehe Checkliste Kaltakquise im B2B, keine Rechtsberatung.
Checkliste: Neukundenprozess
- Zielliste mit mindestens 200 Firmen und Rolle des Ansprechpartners
- Quote und Frist je Schritt festgelegt
- Verantwortlicher je Schritt benannt
- Wiedervorlage nach jedem Kontakt gesetzt
- Angebot binnen drei Werktagen, Nachfassanruf nach fünf
- Übergabenotiz an Auftragsabwicklung vorbereitet
- Kosten je Neukunde vierteljährlich berechnet
Eine Selbstbewertung Ihres Prozesses bietet der Neukunden-Check.
Häufig gestellte Fragen
Welche Schritte gehören in das Onboarding neuer Kunden?
Auftragsbestätigung, Ansprechpartner nennen, Lieferplan, erster Kontakt nach der Lieferung und Rückfrage nach vier Wochen.
Wie gelingt der Erstkontakt mit Neukunden?
Mit einem Anlass im ersten Satz und einer Frage nach der heutigen Lösung. Der Erstkontakt verkauft keinen Auftrag, sondern einen Termin.
Welche rechtlichen Aspekte gelten beim Aufbau des Prozesses?
Telefon, Mail und Brief unterliegen unterschiedlichen Regeln. Prüfen Sie den Kanal vor dem Start und lassen Sie sich beraten.
Frag deine KI zu KRAUSS
Lieber selbst prüfen? Stellen Sie die Frage Ihrer KI.
Prompt ansehen und anpassen
Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.








