Inhalt8 Abschnitte
- 01Was übernimmt eine Vertriebsagentur im Solarvertrieb?
- 02Welche Zielgruppen passen zum Telefon?
- 03Praxisbeispiel: Gewerbekunden für einen Solarbetrieb
- 04Rechnung: Was kostet ein Termin?
- 05Wann eine Agentur im Solarvertrieb nicht passt
- 06Checkliste vor der Beauftragung
- 07Nächster Schritt
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Eine Vertriebsagentur für Photovoltaik übernimmt die Telefonarbeit und die Terminvereinbarung, nicht die Beratung vor Ort oder die Montage. Sie liefert Termine mit Entscheidern, die der Solarbetrieb selbst führt.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Ob sich das lohnt, zeigt die Rechnung je Termin, nicht die Zahl der Anrufe.
Stand: Oktober 2026. Die Zahlen sind Rechenbeispiele mit offenen Annahmen.
Was übernimmt eine Vertriebsagentur im Solarvertrieb?
Eine Agentur übernimmt in der Regel vier Aufgaben: Zielliste erstellen, Kontakte telefonisch ansprechen, Interesse qualifizieren und Termine vereinbaren. Die Übergabe an den Solarbetrieb erfolgt mit Name, Anlass, Dachfläche oder Verbrauch und einem festen Zeitfenster.
Die Beratung, die Planung, die Angebotserstellung und die Montage bleiben beim Betrieb. Eine seriöse Agentur verspricht keine Anlagen, sondern Gespräche.
| Aufgabe | Agentur | Solarbetrieb |
|---|---|---|
| Zielliste und Ansprache | Ja | Abstimmung |
| Qualifizierung am Telefon | Ja | Vorgaben |
| Terminvereinbarung | Ja | Bestätigung |
| Beratung vor Ort | Nein | Ja |
| Angebot und Montage | Nein | Ja |
Welche Zielgruppen passen zum Telefon?
Gewerbliche Kunden lassen sich telefonisch gut erreichen. Dazu zählen Betriebe mit großen Dachflächen, Hausverwaltungen von Gewerbeimmobilien und Landwirte mit Bedarf an Eigenstrom. Der Anlass muss zur Ansprache passen, etwa eine Dachsanierung oder eine steigende Stromrechnung.
Für Privatkunden gelten strengere Regeln. Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern ist nach § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung unzulässig. Den Text finden Sie auf gesetze-im-internet.de. Mehr zu den Regeln finden Sie im Wissensbeitrag zum Kaltakquise-Recht.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Gewerbekunden für einen Solarbetrieb
In einem Projekt für einen Solarbetrieb mit sechs Monteuren wählte das Team 480 gewerbliche Kontakte mit großen Dachflächen aus. In vier Wochen führte die Agentur 52 Gespräche mit Entscheidern, 11 führten zu einem Termin vor Ort. Der Betrieb schloss davon drei Aufträge ab.
Die Zahlen zeigen den Ablauf. Sie sind Projektwerte mit Annahmen über Region und Dachgröße, keine Zusage für Ihren Betrieb.
Rechnung: Was kostet ein Termin?
Nehmen Sie an, ein Betrieb zahlt 2.700 Euro im Monat für Telefonarbeit und erhält 10 Termine. Dann kostet ein Termin 270 Euro. Erhält er 5 Termine, steigt der Preis auf 540 Euro. Der Vergleich zeigt, dass die Termin-Quote über den Preis entscheidet, nicht die Zahl der Anrufe.
Stellen Sie dem Preis je Termin den Auftragswert gegenüber. Bei 15.000 Euro und 3 Abschlüssen aus 10 Terminen ergeben sich 45.000 Euro Umsatz für 2.700 Euro Telefonarbeit. Die Annahmen über Abschlussquote und Auftragswert sind Ihre eigenen, setzen Sie sie ein.
Wann eine Agentur im Solarvertrieb nicht passt
Wenn Ihr Betrieb nur wenige Anfragen im Jahr braucht, rechnet sich eine Agentur selten. Auch wenn Ihre Beratung vor Ort den Ausschlag gibt und sich nicht übergeben lässt, bleibt der Vertrieb im Haus besser aufgehoben.
Gegenargument: Eine Agentur kennt Ihre Produkte weniger gut als Ihr Team. Das Briefing und die Übergabe müssen deshalb klar sein. Ohne sie verlieren Sie den Termin in der ersten Minute.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste vor der Beauftragung
- Das Einsatzgebiet und die Zielgruppen sind festgelegt.
- Die Rechtslage für Privat- und Gewerbekunden ist geklärt.
- Die Übergabe der Termine hat eine feste Vorlage.
- Sie kennen den Preis je Termin und den Auftragswert.
- Ein Ansprechpartner prüft die Gesprächsnotizen wöchentlich.
Nächster Schritt
Die Telefonakquise von KRAUSS übernimmt Ansprache und Terminierung für B2B-Betriebe. Für die Auswahl eines Partners hilft die Checkliste zur Vertriebsagentur.
Häufig gestellte Fragen
Was macht eine Vertriebsagentur für Photovoltaik?
Sie übernimmt Aufgaben wie Telefonansprache, Qualifizierung und Terminvereinbarung für Solarbetriebe. Die Beratung vor Ort, die Planung und die Montage bleiben beim Betrieb.
Welche Zielgruppe passt für Telefonakquise im Solarmarkt?
Gewerbliche Kunden wie Hausverwaltungen, Betriebe mit großen Dachflächen und Landwirte lassen sich telefonisch gut ansprechen, wenn der Anlass klar ist. Für Privatkunden gelten strengere Regeln.
Darf ich Privatkunden telefonisch anrufen?
Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern ist nach § 7 UWG ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung unzulässig. Die Einwilligung muss vorliegen, bevor der Anruf erfolgt. Die Einzelfrage klärt eine Rechtsberatung.
Wie viele Termine braucht ein Solarbetrieb im Monat?
Das hängt von Auftragswert, Abschlussquote und Einsatzgebiet ab. Rechnen Sie mit der Zahl der Termine, die Ihr Team in einer Woche bearbeiten kann, und passen Sie sie an.
Woran erkenne ich eine gute Agentur?
Achten Sie auf ein Briefing, feste Zielgruppen, eine Liste mit Kennzahlen und eine klare Übergabe der Termine. Eine Agentur, die Garantien auf Abschlüsse gibt, sollten Sie kritisch prüfen.
Welche Kennzahlen zählen im Solarvertrieb?
Wichtig sind Gespräche, Termine, Termine mit Entscheider, Angebote und Abschlüsse. Jede Kennzahl braucht eine Herkunft im CRM, damit Sie den Kanal bewerten können.
Lohnt sich eine Agentur auch für kleine Betriebe?
Oft nur bei einem klaren Einsatzgebiet und genug Dachflächen oder Gewerbekunden. Bei wenigen Aufträgen im Jahr rechnet sich eine feste Vertriebsstelle selten.
Was passiert nach dem Termin?
Der Solarbetrieb übernimmt den Termin, führt die Beratung und erstellt das Angebot. Die Agentur hält die Übergabe fest und fragt nach dem Ergebnis.
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