Inhalt7 Abschnitte
- 01Wie finden Sie den Engpass im Vertriebsprozess?
- 02Was bringt eine Verbesserung an der richtigen Stufe? Eine Rechnung
- 03Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 04Wann nicht optimieren? Grenzen der Prozessoptimierung
- 05Welche Kennzahlen brauchen Sie pro Stufe?
- 06Welche Rolle spielen CRM, Automatisierung und Schulung?
- 07Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Sie optimieren einen B2B-Vertriebsprozess in drei Schritten: Stufen mit Zahlen sichtbar machen, die schwächste Stufe finden, genau dort eine Änderung testen. Mehr als eine Änderung gleichzeitig verfälscht das Ergebnis.
Dieser Beitrag stammt von Januar 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Die schwächste Stufe ist meist nicht der Abschluss, sondern der Übergang vom ersten Kontakt zum Termin. Stand: Oktober 2026.
Wie finden Sie den Engpass im Vertriebsprozess?
Zählen Sie, wie viele Kontakte von einer Stufe zur nächsten kommen. Die Stufe mit dem größten Verlust ist Ihr Engpass.
| Stufe | Kontakte pro Monat | Übergang zur nächsten Stufe |
|---|---|---|
| Entscheider erreicht | 100 | 30 % |
| Termin vereinbart | 30 | 70 % |
| Termin stattgefunden | 21 | 60 % |
| Angebot abgegeben | 13 | 25 % |
| Auftrag | 3 |
Tabelle: Beispiel eines Funnels mit Annahmen der Redaktion, Stand 10/2026
Die Zahlen sind Annahmen. Setzen Sie Ihre ein; den Wert eines zusätzlichen Termins rechnet der Wirtschaftlichkeits-Rechner. Bemerkenswert ist hier die erste Stufe: Nur 30 von 100 Kontakten erreichen den Entscheider. Wer dort ansetzt, gewinnt mehr als durch ein besseres Angebot.
Was bringt eine Verbesserung an der richtigen Stufe? Eine Rechnung
Auftragswert 18.000 €. Zwei Maßnahmen, gleicher Aufwand:
| Maßnahme | Neue Quote | Aufträge pro Monat | Umsatz |
|---|---|---|---|
| Ausgangslage | 3,2 | 57.000 € | |
| Abschlussquote 25 % auf 30 % | Angebot zu Auftrag 30 % | 3,8 | 68.400 € |
| Erreichte Entscheider 30 % auf 40 % | Entscheider erreicht 40 % | 4,2 | 75.600 € |
Rechnung: Kontakte × Stufenquoten × 18.000 €, alle Werte sind Annahmen, Stand 10/2026
Zehn Prozentpunkte mehr Entscheiderkontakt bringen hier 7.200 € mehr Umsatz als fünf Punkte mehr Abschluss. Das gilt nur, wenn die späteren Stufen gleich gut bleiben. Wie Sie Entscheider erreichen, beschreibt der Leitfaden Entscheider finden und erreichen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Verpackungslösungen lag der Verlust nicht im Angebot, sondern vor dem Termin: Von 90 Anrufversuchen in einer Woche führten 24 zu einem Gespräch mit dem Einkaufsleiter. Der Vertrieb wollte zuerst das Angebotsformat überarbeiten. Die Zählung zeigte stattdessen, dass 41 Versuche zwischen 12 und 14 Uhr liefen, mit 3 Gesprächen. Nach der Verlegung der Anrufe auf 8 bis 10 und 15 bis 17 Uhr stieg die Zahl der Gespräche in der Folgewoche bei gleicher Menge auf 31. Die Anrufzeiten beschreibt der Leitfaden Beste Anrufzeit im B2B.
Wann nicht optimieren? Grenzen der Prozessoptimierung
Wenn zu wenig Kontakte durchlaufen. Bei fünf Chancen im Monat ist jede Quote Zufall, dort fehlt die Menge, nicht die Methode. Auch ein Prozess mit unklarer Zielgruppe verbessert sich nicht durch Feinschliff: Zuerst die Zielgruppe definieren. Und ein neues CRM ersetzt keinen Prozess, es bildet ihn nur ab. Wer mit Software startet, automatisiert Fehler. Wenn der Engpass Kapazität ist, hilft Vertriebsoutsourcing oder eine Terminvereinbarung eher als weitere Optimierung.
Welche Kennzahlen brauchen Sie pro Stufe?
- Entscheider erreicht je 100 Anrufversuche
- Terminquote je Entscheidergespräch (siehe Terminquote)
- Anteil stattgefundener Termine (No-Show)
- Angebotsquote je Termin
- Abschlussquote je Angebot
- Tage je Stufe, Gesamtdauer (Sales Cycle)
Die Messung steht im Leitfaden Akquise-Kennzahlen messen. Die Übergabe zwischen Terminierung und Vertrieb regelt die Checkliste Termin-Übergabe an Vertrieb und CRM.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Rolle spielen CRM, Automatisierung und Schulung?
Ein CRM macht die Zählung möglich, wenn Pflichtfelder gefüllt werden. Automatisierung hilft bei Erinnerungen und Wiedervorlagen, nicht bei der Ansprache. Schulung lohnt dort, wo die Zahlen eine Stufe als schwach zeigen, zum Beispiel Einwände nach dem Angebot.
Häufig gestellte Fragen
Wie gestalten Sie Vertriebsprozesse in B2B-Unternehmen effizient?
Legen Sie Stufen fest, definieren Sie für jede einen Übergang ("Termin hat stattgefunden"), messen Sie monatlich und ändern Sie je Quartal eine Stufe.
Welche Schlüsselphasen gibt es im B2B-Vertrieb?
Zielgruppe, Erstkontakt, Qualifizierung, Termin mit Bedarfsanalyse, Angebot, Verhandlung, Abschluss und Nachbetreuung.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung?
Sie liefert Zahlen und erinnert an Wiedervorlagen. Sie ersetzt weder Gespräch noch Entscheidung.
Welche Kennzahlen messen die Leistung eines B2B-Vertriebsprozesses?
Konversion je Stufe, Dauer des Verkaufszyklus, Kosten je Termin und je Auftrag, Auftragswert. Die Kosten je Termin erklärt das Glossar.
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