Inhalt11 Abschnitte
- 01Was ist Inbound Sales?
- 02Was ist Outbound Sales?
- 03Wo liegen die Unterschiede zwischen Inbound und Outbound?
- 04Wann passt Inbound Sales?
- 05Wann passt Outbound Sales?
- 06Praxisbeispiel: Ein Hersteller mit zu wenig Anfragen
- 07Rechnung: Was kostet ein Termin im Outbound?
- 08Wann Inbound Sales nicht reicht
- 09Checkliste: Welcher Weg passt zu Ihrem Vertrieb?
- 10Der nächste Schritt
- 11Häufig gestellte Fragen
Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Inbound Sales wartet, bis ein Interessent auf Ihre Inhalte, Ihre Website oder eine Anzeige reagiert. Outbound Sales beginnt das Gespräch selbst, meist per Telefon, Mail oder LinkedIn. Beide Wege verkaufen an Käufer, unterscheiden sich aber in Tempo, Planbarkeit und Kosten.
Stand: Oktober 2026. Die Aussagen beruhen auf Praxiserfahrung aus Projekten der KRAUSS GmbH und auf allgemein bekannten Vertriebsmodellen. Eine Marktstudie ist das nicht.
Was ist Inbound Sales?
Inbound Sales ist der Verkauf an Menschen, die von sich aus Kontakt suchen oder auf Inhalte reagieren. Der Vertrieb hört zu, qualifiziert und berät, bis ein Angebot passt oder der Interessent ausscheidet. Der Ablauf hat drei Stufen: Ein Inhalt zieht Aufmerksamkeit an, ein Formular oder ein Anruf macht daraus einen Lead, und ein Gespräch klärt, ob ein Auftrag möglich ist.
Was ist Outbound Sales?
Outbound Sales ist der aktive Weg zum Kunden. Der Vertrieb wählt Zielunternehmen aus, sucht Entscheider und spricht sie an. Der Kanal kann das Telefon sein, eine Mail, ein LinkedIn-Kontakt oder ein Besuch. Der Vorteil liegt darin, dass sich die Arbeit steuern lässt: Zahl der Kontakte, Gesprächsquote und Terminquote lassen sich wöchentlich ablesen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wo liegen die Unterschiede zwischen Inbound und Outbound?
| Merkmal | Inbound Sales | Outbound Sales |
|---|---|---|
| Ausgangspunkt | Interessent meldet sich oder liest Inhalte | Vertrieb spricht Zielkunden an |
| Tempo bis zum ersten Gespräch | hängt von der Nachfrage ab | täglich steuerbar |
| Steuerbarkeit | gering, Schwankungen sind normal | hoch, über Kontakte und Quoten |
| Typische Kosten | Inhalte, Werbung, Zeit bis zur Wirkung | Personal oder Dienstleister je Kontakt |
| Größtes Risiko | zu wenige Anfragen | schlechte Ansprache schadet dem Ruf |
Quelle: Einordnung der Redaktion anhand von Projekterfahrung, keine Erhebung.
Wann passt Inbound Sales?
Inbound passt, wenn Ihre Kunden aktiv nach einer Lösung suchen. Das ist der Fall bei Produkten, die ein Käufer recherchiert, bevor er fragt, etwa Software mit Vergleichsbedarf. Inbound braucht außerdem eine Website, die Fragen beantwortet, und einen Vertrieb, der Anfragen innerhalb weniger Stunden bearbeitet. Ohne schnelle Rückmeldung verlieren Sie den Interessenten an den nächsten Anbieter.
Wann passt Outbound Sales?
Outbound passt, wenn die Zielgruppe klar umrissen ist und Ihre Marke noch wenig bekannt ist. Ein Hersteller von Großküchentechnik mit 2.000 potenziellen Kunden im Außer-Haus-Markt kann nicht auf Anfragen warten. Er muss die Betriebe finden und ansprechen. Outbound braucht außerdem eine saubere Adressbasis und die Bereitschaft, Absagen auszuhalten.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Ein Hersteller mit zu wenig Anfragen
In einem Projekt für einen Hersteller von Verpackungsmaschinen kamen über die Website im Schnitt 6 Anfragen im Monat, und die meisten passten nicht zum Angebot. Das Team ergänzte den Inbound-Weg um eine Telefonansprache von 40 Zielkonten aus dem Maschinenbau. Nach acht Wochen standen 31 Gespräche im Protokoll, daraus 9 Termine und 4 Angebote. Die Anfragen über die Website blieben bei 6 im Monat, weil das Angebot dort unverändert war. Annahmen: Ansprache über zwei Anrufblöcke je Woche, Entscheider aus den Adressen des Kunden. Die Zahlen sind gerundet und anonymisiert.
Rechnung: Was kostet ein Termin im Outbound?
Ein Termin im Outbound entsteht aus Kontakten, Gesprächen und einer Terminquote. Die Rechnung zeigt den Weg mit offenen Annahmen.
| Schritt | Wert | Annahme |
|---|---|---|
| Angesprochene Entscheider im Monat | 400 | Adressliste mit Entscheider-Namen |
| Erreichte Gespräche | 100 | Erreichquote 25 % |
| Vereinbarte Termine | 10 | Terminquote 10 % der Gespräche |
| Personalkosten im Monat | 4.200 € | Anteil einer Vertriebskraft, Annahme |
| Kosten je Termin | 420 € | 4.200 € geteilt durch 10 Termine |
Wenn sich die Terminquote auf 5 % halbiert, steigen die Kosten je Termin auf 840 €. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Quoten, nicht nur auf das Budget. Eine Anleitung zum Rechnen finden Sie unter /leitfaden/kosten-je-termin-berechnen.
Wann Inbound Sales nicht reicht
Inbound verliert an Wert, wenn die Zielgruppe wenige Entscheider umfasst, die nie aktiv suchen. Auch erklärungsbedürftige Produkte kaufen Kunden selten nach einer Suchanfrage. Dann bringen Inhalte wenig, und der Vertrieb wartet. Der Gegenschluss gilt ebenso: Outbound ohne Bedarf verbrennt Adressen und Zeit. Prüfen Sie, ob Ihre Kunden heute schon nach Ihrer Lösung suchen, bevor Sie einen Kanal wählen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste: Welcher Weg passt zu Ihrem Vertrieb?
- Suchen Ihre Kunden aktiv nach einer Lösung wie Ihrer?
- Kennen Sie die Entscheider in den Zielunternehmen namentlich?
- Beantwortet Ihre Website die ersten Fragen eines Einkäufers?
- Bearbeitet Ihr Vertrieb Anfragen innerhalb eines Werktags?
- Messen Sie Termine je Kanal, nicht nur Anfragen?
- Haben Sie Zeit und Budget für mindestens drei Monate Test?
Wenn Sie vier oder mehr Punkte mit Ja beantworten, lohnt sich ein Kanal-Mix. Bei weniger Ja-Antworten starten Sie zuerst mit Outbound, bis die Nachfrage wächst.
Der nächste Schritt
Wer den Umsatz nicht vom Zufall der Anfragen abhängig machen will, kann Outbound mit Telefonakquise ergänzen. KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung, das Angebot finden Sie unter /solutions/telefonakquise. Für den Begriff selbst lohnt sich der Eintrag zu /glossar/outbound-vertrieb, und zum Zusammenspiel beider Wege der Eintrag zu /glossar/inbound-led-outbound. Die Zielgruppe prüfen Sie vorab mit dem Checklisten-Eintrag /checklisten/zielgruppen-check.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Inbound Sales?
Inbound Sales ist der Verkauf an Interessenten, die von sich aus Kontakt aufnehmen oder auf Inhalte reagieren. Der Vertrieb begleitet sie mit Beratung, bis sie kaufen oder ausscheiden.
Was ist der Unterschied zwischen Inbound und Outbound Sales?
Im Inbound reagiert der Vertrieb auf Interesse, das schon da ist. Im Outbound beginnt der Vertrieb das Gespräch selbst, etwa per Telefon, Mail oder LinkedIn. Inbound ist schwer planbar, Outbound lässt sich über Kontakte und Termine steuern.
Ist Inbound Sales günstiger als Outbound?
Das hängt von der Nachfrage ab. Inbound kostet Zeit für Inhalte und Wartezeit, bis Wirkung entsteht. Outbound kostet Personal oder Dienstleister je Kontakt. Rechnen Sie beide Wege je Termin, nicht je Anfrage, damit der Vergleich stimmt.
Wann lohnt sich Outbound Sales im B2B?
Outbound lohnt sich, wenn die Zielgruppe klar umrissen ist, der Markt Sie noch nicht kennt und Sie den Umsatz nicht vom Zufall der Anfragen abhängig machen wollen. Bei großen Zielgruppen mit hohem Bedarf wirkt er ebenfalls gut.
Kann ich Inbound und Outbound kombinieren?
Ja, und das ist im B2B der häufigste Weg. Outbound füllt den Kalender, während Inbound Anfragen liefert, die schneller zum Abschluss führen. Wichtig ist, dass beide Wege an denselben Vertrieb übergeben werden.
Welche Kennzahlen zeigen, ob Inbound funktioniert?
Messen Sie Besuche, Anfragen, die Quote qualifizierter Anfragen und die Zeit bis zum ersten Gespräch. Vergleichen Sie diese Werte über mindestens drei Monate, bevor Sie Entscheidungen treffen.
Was kostet ein Termin im Outbound?
Teilen Sie die Kosten für Personal oder Dienstleister durch die Zahl der vereinbarten Termine. Ein Beispiel mit offenen Annahmen finden Sie im Abschnitt zur Rechnung. Die Zahl hängt stark von Zielgruppe und Ansprache ab.
Wann passt reiner Inbound nicht?
Inbound reicht selten, wenn der Markt wenig sucht, die Zielgruppe ein Nischenkreis mit wenigen Entscheidern ist oder ein Produkt erklärungsbedürftig ist, das niemand von sich aus recherchiert. Dann fehlt die Nachfrage, bevor Inhalte wirken.
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