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BlogVertriebsprozess

Account Based Selling Definition: Effektive Vertriebsstrategie für B2B Unternehmen

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Was ist Account Based Selling?
  2. 02Wie läuft Account Based Selling in 5 Schritten ab?
  3. 03Wann lohnt sich Account Based Selling gegenüber breiter Ansprache?
  4. 04Wie sieht Account Based Selling in der Praxis aus?
  5. 05Wann trägt Account Based Selling nicht?
  6. 06Welche Kennzahlen zeigen, ob Account Based Selling wirkt?
  7. 07Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Account Based Selling (ABS) ist ein Vertriebsansatz, bei dem Sie eine feste Liste weniger Zielunternehmen einzeln bearbeiten, statt viele Firmen mit demselben Text anzusprechen. Jedes Zielkonto bekommt einen eigenen Plan: Wer entscheidet, welcher Anlass trägt, welche Rolle wird zuerst angesprochen.

Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026.

Was ist Account Based Selling?

ABS behandelt ein einzelnes Unternehmen als eigenen Markt. Sie wählen vorab 20 bis 50 Konten, die zu Ihrem idealen Kundenprofil passen, und planen für jedes die Ansprache mehrerer Personen im Einkaufsgremium. Der Vertrieb führt, das Marketing liefert Material und Anlässe.

Vom Account Based Marketing (ABM) unterscheidet sich ABS im Schwerpunkt: ABM erzeugt Aufmerksamkeit im Zielkonto, ABS führt das Gespräch und den Abschluss. Der Glossareintrag Account Based Marketing erklärt die Marketingseite, der Leitfaden Account Based Selling die Umsetzung im Vertrieb.

Wie läuft Account Based Selling in 5 Schritten ab?

ABS läuft in fünf Schritten von der Kontoliste bis zur Auswertung.

Tabelle: Fünf Schritte im Account Based Selling mit Ergebnis je Schritt, Stand 10/2026

Wie läuft Account Based Selling in 5 Schritten ab?
SchrittAufgabeErgebnis
1Zielkonten auswählen (Branche, Größe, Anlass)Liste mit 20 bis 50 Firmen
2Einkaufsgremium je Konto erfassen3 bis 5 Rollen mit Namen
3Anlass und Nutzen je Konto formulierenein Satz je Konto und Rolle
4Rollen über Telefon, Mail, Brief und Besuch ansprechenGespräche, ein Termin je Konto
5Konto auswerten und Plan anpassenStatus: aktiv, ruhend, gestrichen

Quelle: Ablauf aus Projekterfahrung, keine Norm. Die Rollen im Gremium beschreibt der Eintrag Kaufgremium.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Wann lohnt sich Account Based Selling gegenüber breiter Ansprache?

ABS lohnt sich, wenn der Auftragswert hoch ist und die Zahl möglicher Käufer klein. Die Rechnung zeigt den Kern.

Tabelle: Modellrechnung, 30 Zielkonten gegen 600 breit angesprochene Firmen, alle Werte sind Annahmen

Wann lohnt sich Account Based Selling gegenüber breiter Ansprache?
KennzahlABS, 30 KontenBreit, 600 Firmen
Aufwand je Firma6 Stunden Recherche und Planung0,3 Stunden
Gesamtaufwand180 Stunden180 Stunden
Abschlussquote20 %1 %
Aufträge66
Auftragswert80.000 €25.000 €
Umsatz480.000 €150.000 €

Quelle: eigene Modellrechnung mit frei gewählten Annahmen, kein Richtwert. Beide Wege kosten gleich viele Stunden, der Unterschied liegt im Auftragswert, den die Einzelplanung erreicht. Setzen Sie Ihre Zahlen ein, bevor Sie entscheiden. Wie Sie den Wert eines Termins rechnen, zeigt der Eintrag Kosten je Termin.

Wie sieht Account Based Selling in der Praxis aus?

In einem Projekt für einen Hersteller von Industriesteuerungen wählte der Vertrieb 25 Zielkonten im Maschinenbau. Pro Konto riefen die Anrufer 3 Rollen an: Leiter Instandhaltung, Einkauf und Entwicklung. Jede Rolle bekam einen eigenen Einstieg, abgeleitet aus einem Anlass wie einer neuen Linie oder einer Stellenanzeige.

Nach acht Wochen hatten 9 der 25 Konten einen Termin vereinbart, daraus entstanden 4 Angebote und 2 Aufträge. Der Weg über die Entwicklung öffnete die meisten Konten, weil dort der Bedarf zuerst sichtbar wurde. Das ist ein Einzelfall, kein Richtwert. Der Einstieg in solchen Gesprächen folgt dem Leitfaden Kaltakquise im B2B; wie Sie die Termine daraus holen, zeigt die Seite Telefonakquise.

Wann trägt Account Based Selling nicht?

ABS trägt nicht, wenn der Markt aus tausenden kleinen Käufern besteht, die sich kaum unterscheiden. Dann kostet die Einzelplanung mehr, als ein Auftrag einbringt. Es trägt auch nicht, wenn der Auftragswert unter dem Wert der Planungsstunden liegt. Ein Beispiel: Bei 180 Stunden zu 70 € intern kostet die Kontoliste der Rechnung oben 12.600 €. Sinkt der Auftragswert auf 5.000 €, bringen 6 Aufträge 30.000 €, und der Aufwand frisst über 40 % davon.

Weitere Grenzen:

  • Ohne gepflegte Daten über das Einkaufsgremium bleibt jede Planung geraten.
  • Ohne Abstimmung zwischen Vertrieb und Marketing sprechen zwei Teams dasselbe Konto doppelt an.
  • Bei Anrufen gilt der rechtliche Rahmen des § 7 UWG, siehe Ist Kaltakquise im B2B verboten?. Stand 10/2026, keine Rechtsberatung.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Welche Kennzahlen zeigen, ob Account Based Selling wirkt?

Messen Sie je Konto, nicht in Summen. Vier Kennzahlen reichen:

  • Anteil der Konten mit mindestens einem Gespräch (Ziel: früh über der Hälfte)
  • Zahl der erreichten Rollen je Konto
  • Anteil der Konten mit Termin nach 8 Wochen
  • Konten mit Angebot und Abschlussquote je Konto

Das Prinzip hinter diesen Zahlen erklärt die Säule Key Account Management.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Account Based Selling und Account Based Marketing?

ABM schafft Aufmerksamkeit in Zielkonten über Anzeigen, Inhalte und Veranstaltungen. ABS führt die Gespräche und den Abschluss. In der Praxis laufen beide auf derselben Kontoliste.

Wie viele Zielkonten kann ein Vertriebsmitarbeiter betreuen?

Bei vollem Plan je Konto etwa 20 bis 30 aktive Konten gleichzeitig. Mehr Konten verwässern die Einzelplanung und führen zurück zur breiten Ansprache.

Welche Rolle spielen Key Accounts im Account Based Selling?

Key Accounts sind Bestandskunden mit hohem Wert, ABS richtet sich auch auf Neukunden. Beide nutzen dieselben Pläne, der Unterschied ist die bestehende Beziehung.

Können Sie ein Beispiel für Account Based Sales geben?

Ein Beispiel steht oben: 25 Zielkonten im Maschinenbau, je drei Rollen angerufen, 2 Aufträge nach acht Wochen.

Ab welchem Auftragswert lohnt sich Account Based Selling?

Als Faustformel, die Sie prüfen müssen: wenn ein Auftrag die Planungsstunden mehrfach einbringt. In der Rechnung oben genügen 6 Aufträge zu 25.000 €, um 12.600 € Aufwand zu decken. Rechnen Sie mit Ihren Zahlen.

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