Inhalt8 Abschnitte
- 01Was ist ein CRM-Ziel?
- 02Welche fünf CRM-Ziele zahlen am meisten auf den Vertrieb ein?
- 03Wie setzen Sie ein CRM-Ziel in der Praxis um?
- 04Praxisbeispiel: Vom Termin zur Übergabe
- 05Rechnung: Was kostet ein fehlender Folgekontakt?
- 06Wann ein CRM-Ziel nicht trägt
- 07Checkliste für die Übergabe nach dem Termin
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein CRM-Ziel ist ein Zustand im System, den Sie in einem festen Zeitraum erreichen und mit einer Kennzahl prüfen. Für den Vertrieb zählen fünf Ziele am meisten: vollständige Kontakthistorie, saubere Pipeline, schnelle Übergabe nach dem Termin, Pflege der Bestandskunden und Datenqualität.
Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026. Die Richtwerte unten sind Annahmen für den Start, keine Branchenwerte.
Was ist ein CRM-Ziel?
Ein CRM-Ziel beschreibt, was das System leisten soll, und woran Sie es messen. "Mehr Daten erfassen" ist kein Ziel, weil niemand prüfen kann, wann es erreicht ist. "Jeder Termin hat binnen 24 Stunden eine Notiz und einen nächsten Schritt" ist ein Ziel, weil Sie es jede Woche zählen können.
Ein Ziel gilt erst, wenn ein Mensch es ohne Rückfrage prüfen kann. Dazu braucht es drei Angaben: die Kennzahl, den Verantwortlichen und den Stichtag.
Welche fünf CRM-Ziele zahlen am meisten auf den Vertrieb ein?
Die Tabelle nennt je Ziel eine Kennzahl und einen Startwert. Die Startwerte sind Annahmen, die Sie nach vier Wochen mit Ihren Zahlen ersetzen.
| Ziel | Kennzahl | Startwert (Annahme) |
|---|---|---|
| Vollständige Kontakthistorie | Anteil Kontakte mit Notiz binnen 24 Stunden | 90 % |
| Saubere Pipeline | Anteil offener Chancen mit Datum des nächsten Schritts | 95 % |
| Schnelle Übergabe nach dem Termin | Stunden bis zur Übergabe an den Außendienst | unter 24 Stunden |
| Pflege der Bestandskunden | Anteil Bestandskunden mit Kontakt in den letzten 12 Monaten | 60 % |
| Datenqualität | Anteil Datensätze mit gültiger E-Mail und Ansprechpartner | 85 % |
Quelle der Startwerte: keine, es sind Ziele für den Start. Sie belegen nichts über Ihre Branche.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie setzen Sie ein CRM-Ziel in der Praxis um?
Setzen Sie je Ziel eine Kennzahl, einen Verantwortlichen und einen Stichtag, und prüfen Sie die Zahl jede Woche in einer Viertelstunde. Ändern Sie das Feld im System erst, wenn die Kennzahl zwei Wochen unter dem Ziel liegt.
- Wählen Sie ein Ziel aus der Tabelle, das am nächsten an Ihrem Engpass liegt.
- Legen Sie fest, welches Feld im System die Kennzahl liefert.
- Benennen Sie eine Person, die die Zahl jede Woche prüft.
- Vergleichen Sie nach vier Wochen den Startwert mit dem Ist-Wert.
Praxisbeispiel: Vom Termin zur Übergabe
In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik lagen nach zwei Monaten 38 Termine ohne Notiz im System. Der Außendienst fragte vor jedem Besuch nach, wer der Entscheider war und was besprochen wurde. Die Innendienst-Mitarbeiterin verbrachte deshalb täglich rund eine Stunde mit Nachfragen.
Das Team führte eine Pflichtnotiz mit drei Feldern ein: Entscheider, Bedarf und nächster Schritt. Nach vier Wochen waren 88 Prozent der Termine vollständig dokumentiert, vorher 41 Prozent. Die Rückfragen sanken auf wenige pro Woche. Die Zahlen stammen aus diesem Projekt, die Namen bleiben offen.
Rechnung: Was kostet ein fehlender Folgekontakt?
Die Rechnung zeigt, warum sich die Pflege von Bestandskunden lohnt. Alle Zahlen sind Annahmen, setzen Sie Ihre eigenen ein.
| Schritt | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Bestandskunden | 400 | 400 |
| Ohne Kontakt seit 12 Monaten | 25 % | 100 |
| Reaktivierungsquote am Telefon | 8 % | 8 Gespräche |
| Abschlussquote je Gespräch | 1 von 4 | 2 Aufträge |
| Auftragswert | 6.000 Euro | 12.000 Euro Umsatz je Jahr |
Ohne Wiedervorlage im CRM bleibt dieser Umsatz in der Regel liegen. Die Quoten sind vorsichtig gewählt, eine Verdopplung der Reaktivierung verdoppelt das Ergebnis.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann ein CRM-Ziel nicht trägt
- Bei weniger als 50 Kontakten im Monat rechnet sich ein Dashboard kaum. Eine Liste im Wochenrhythmus reicht.
- Ein Ziel ohne Verantwortlichen wird nicht gepflegt, egal wie gut es formuliert ist.
- Ein CRM ersetzt kein Gespräch. Es zeigt Lücken, schließt sie aber nicht.
- Wer das System einführt, aber die Notiz nicht fordert, bekommt keine Daten.
Checkliste für die Übergabe nach dem Termin
- Entscheider mit Name und Funktion eingetragen
- Bedarf in einem Satz beschrieben
- Nächster Schritt mit Datum im System
- Notiz binnen 24 Stunden nach dem Termin
- Wiedervorlage für den Außendienst gesetzt
Die vollständige Vorlage zur Übergabe finden Sie in der Checkliste zur Termin-Übergabe an Vertrieb und CRM. Für die Kennzahl Terminquote hilft das Glossar zur Terminquote. Welche Zahlen Sie im Vertrieb wöchentlich prüfen, steht im Leitfaden zu Kennzahlen im Akquise-Prozess.
Wenn Ihnen die Zeit für Wiedervorlagen fehlt, übernimmt KRAUSS die Terminierung am Telefon und übergibt die Termine mit Notiz. Die Leistung finden Sie unter Telefonakquise, die Grundlagen zum CRM unter CRM im Vertrieb.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein CRM-Ziel?
Ein CRM-Ziel beschreibt einen Zustand im System, der sich prüfen lässt. Ein Beispiel ist, dass jeder Termin binnen 24 Stunden eine Notiz und einen nächsten Schritt hat. Ohne Kennzahl bleibt es ein Wunsch.
Wie viele CRM-Ziele sollte ein kleines Vertriebsteam setzen?
Zwei bis drei reichen für den Anfang. Wählen Sie die Ziele, die direkt auf Termine, Abschlüsse oder Bestandskunden einzahlen. Weitere Ziele kommen dazu, wenn die ersten Werte stabil sind.
Welche Kennzahl eignet sich für die Datenqualität im CRM?
Der Anteil der Datensätze mit gültiger E-Mail, Telefonnummer und benanntem Ansprechpartner eignet sich gut. Zählen Sie die Datensätze wöchentlich aus einer Liste. Eine Quote über 85 Prozent ist ein sinnvolles erstes Ziel.
Wie schnell sollte ein Termin im CRM dokumentiert sein?
Wir empfehlen binnen 24 Stunden, weil die Details dann noch frisch sind. Die Frist ist eine Annahme und kein belegter Branchenwert. Legen Sie sie gemeinsam mit dem Team fest und prüfen Sie sie monatlich.
Ersetzt ein CRM die Pflege von Bestandskunden?
Nein. Das CRM erinnert an Wiedervorlagen und zeigt Lücken, aber das Gespräch führt ein Mensch. Ohne feste Zuständigkeit bleiben auch die besten Erinnerungen liegen.
Was kostet ein fehlender Folgekontakt im Jahr?
Das hängt von Bestand, Reaktivierungsquote und Auftragswert ab. Im Beitrag steht ein Rechenbeispiel mit offenen Annahmen. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
Wann lohnt sich ein CRM-Ziel nicht?
Bei wenigen Kontakten im Monat reicht eine Liste mit Wochenrhythmus. Ein Dashboard mit vielen Kennzahlen überfordert ein kleines Team. Starten Sie mit einem Ziel und erweitern Sie erst danach.
Wo fängt man mit der Übergabe nach dem Termin an?
Mit einer Pflichtnotiz mit drei Feldern: Entscheider, Bedarf und nächster Schritt. Die Checkliste zur Übergabe zeigt die Schritte im Detail. Prüfen Sie nach vier Wochen, ob die Notizen vollständig sind.
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