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Vertriebskennzahlen für SaaS: 14 Metriken mit Formel

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
3 Min. Lesezeit
Inhalt6 Abschnitte
  1. 01Welche 14 Kennzahlen brauchen SaaS-Vertriebe?
  2. 02Praxisbeispiel: Terminquote statt Gesprächszahl
  3. 03Eine Rechnung: Was kostet ein Termin, und wann lohnt er sich?
  4. 04Wann nicht: Kennzahlen als Ersatz für Gespräche
  5. 05Checkliste für den Kennzahlen-Bericht
  6. 06Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Die wichtigsten Kennzahlen im SaaS-Vertrieb sind die, die eine Entscheidung ändern: Kosten je Termin, Terminquote, Abschlussquote je Phase, Pipeline-Alter und Churn. Jede Zahl braucht eine feste Definition, sonst vergleichen Sie Werte, die nichts miteinander zu tun haben.

Dieser Beitrag stammt von November 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Stand: Oktober 2026. Die Formeln sind gängige Definitionen. Benchmark-Werte nennt dieser Beitrag nicht, weil sie je nach Produkt, Preis und Markt stark schwanken und keine verlässliche Quelle für alle Fälle vorliegt.

Welche 14 Kennzahlen brauchen SaaS-Vertriebe?

Die Liste ordnet die Kennzahlen nach Bereichen: Akquise, Pipeline, Abschluss, Bestand. Jede Zeile nennt eine Formel und die Frage, die sie beantwortet.

Welche 14 Kennzahlen brauchen SaaS-Vertriebe?
Nr.KennzahlFormelFrage, die sie beantwortet
1Anrufe je TagAnzahl WählversucheWie viel Aktivität läuft?
2EntscheidergesprächeGespräche mit Entscheider / AnrufeErreichen wir die richtige Person?
3TerminquoteTermine / EntscheidergesprächeWo wird aus Gespräch Termin?
4Kosten je TerminAkquisekosten / TermineWas kostet ein Gesprächsanlass?
5Kundenakquisekosten (CAC)Vertriebs- und Marketingkosten / NeukundenWas kostet ein Neukunde?
6AbschlussquoteAbschlüsse / qualifizierte ChancenWie gut wandeln wir Chancen?
7VerkaufszyklusTage von Erstkontakt bis VertragWie lange dauert ein Abschluss?
8Pipeline-VolumenSumme offener Chancen mit WertReicht der Vorrat für das Ziel?
9Pipeline-AlterTage seit letzter AktivitätWelche Chancen sind tot?
10Durchschnittlicher AuftragswertUmsatz / AbschlüsseWie groß ist ein Kunde?
11Kundenwert (LTV)Auftragswert × Marge × KundendauerWie viel bringt ein Kunde insgesamt?
12Churn-RateGekündigte Kunden / Kunden am AnfangWie viele gehen verloren?
13ExpansionMehrumsatz Bestandskunden / BestandsumsatzWächst der Bestand?
14Payback-ZeitAkquisekosten / monatlicher DeckungsbeitragWann ist ein Kunde bezahlt?

Quelle: Einordnung der Redaktion. Die Formeln folgen gängigen Definitionen des Controllings. Wenn Ihr Haus anders rechnet, schreiben Sie Ihre Definition in den Bericht.

Praxisbeispiel: Terminquote statt Gesprächszahl

In einem Projekt für einen Anbieter von Abrechnungssoftware für Handwerksbetriebe lag die Gesprächszahl im Vertriebsbericht hoch, die Abschlüsse blieben aus. Die Terminquote lag bei 4 von 100 Entscheidergesprächen. Nach einer Umstellung des Einstiegs auf einen konkreten Anlass stieg sie auf 9 von 100. Die Kennzahl Gesprächszahl hatte den Fehler verdeckt. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.

Termine mit Kaufinteresse

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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Eine Rechnung: Was kostet ein Termin, und wann lohnt er sich?

Annahmen: Vertriebs- und Telefonkosten im Monat 6.000 Euro, 24 Termine, Abschlussquote der Termine 20 Prozent, Auftragswert 4.000 Euro im Jahr, Marge 40 Prozent, Kundendauer drei Jahre. Dann kosten die Termine je 250 Euro. Ein Kunde bringt im Schnitt 4.000 mal 0,4 mal 3, also 4.800 Euro Deckungsbeitrag. Aus 24 Terminen entstehen 4,8 Kunden, also rund 23.000 Euro Deckungsbeitrag über die Laufzeit. Das sind 23.040 Euro, geteilt durch 24 Termine rund 960 Euro je Termin. Das ist fast das Vierfache der Kosten von 250 Euro. Ändern Sie die Annahmen, sehen Sie sofort, welche Zahl die Entscheidung kippt.

Wann nicht: Kennzahlen als Ersatz für Gespräche

Kennzahlen zeigen, wo ein Prozess hakt, sie ersetzen aber nicht das Gespräch mit dem Team. Bei kleinen Zahlen schwanken Quoten stark, eine einzige Woche kann den Trend verzerren. Warten Sie mit Schlüssen, bis mindestens 30 Termine vorliegen, oder rechnen Sie über mehrere Monate.

Checkliste für den Kennzahlen-Bericht

  • Jede Kennzahl hat eine feste Definition und eine Formel.
  • Die Daten stammen aus dem CRM und nicht aus Erinnerungen.
  • Kosten enthalten Personal, Tools und Dienstleister.
  • Terminquote und Kosten je Termin stehen oben.
  • Pipeline-Alter wird wöchentlich geprüft.

Den Begriff erklärt das Glossar zu Kennzahlen im Vertrieb, die Kosten je Termin das Glossar zu Kosten je Termin. Die Steuerung der Pipeline beschreibt der Leitfaden zum Pipeline-Management.

Weiterführend: SDR-Outsourcing und Outbound-Vertrieb zeigen die Telefonebene im Detail. Der Akquise-Kennzahlen messen vertieft den Ablauf, die Checkliste zur Termin-Übergabe hilft beim ersten Schritt. Als nächster Schritt eignet sich Wirtschaftlichkeits-Rechner.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
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Häufig gestellte Fragen

Welche Kennzahl ist für SaaS-Vertrieb am wichtigsten?

Die wichtigste Kennzahl ist die, die Ihre nächste Entscheidung ändern würde. Für die Neukundengewinnung sind das meist Kosten je Termin, Terminquote und Abschlussquote der Pipeline, weil sie zeigen, wo der Prozess hakt.

Wie berechne ich die Kundenakquisekosten?

Teilen Sie die Vertriebs- und Marketingkosten einer Periode durch die Zahl der im selben Zeitraum gewonnenen Neukunden. Lohnkosten, Tools und Agenturen gehören dazu, damit der Wert vollständig ist.

Was sagt die Churn-Rate aus?

Die Churn-Rate zeigt den Anteil der Kunden, die in einer Periode kündigen. Sie wirkt im Vertrieb auf die Neukundenpflicht: Je höher der Verlust, desto mehr Termine braucht das Wachstumsziel.

Reicht die Pipeline als Steuerungsgröße?

Nein. Die Pipeline zeigt Volumen, aber nicht Qualität. Ergänzen Sie sie um Alter der Chancen, Anteil mit Entscheider und Quote je Phase, sonst steuern Sie auf eine geschönte Zahl.

Wie oft sollte ich Kennzahlen prüfen?

Eine Woche für Aktivitäten wie Anrufe und Termine, ein Monat für Quoten und Kosten. Monatliche Vergleiche sind ausreichend, wenn die Daten sauber im CRM stehen.

Welche Kennzahlen gehören in den Vertriebsbericht?

Anrufe, Entscheidergespräche, Termine, Angebote, Abschlüsse, Kosten je Termin und Pipeline-Alter. Diese sieben Zahlen erklären den Großteil der Ergebnisse.

Wann sind Benchmarks hilfreich?

Benchmarks helfen, wenn die Quelle offen ist und Ihre Definition passt. Ohne gleiche Definition vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Legen Sie erst Ihre Definitionen fest.

Wo hilft KRAUSS bei diesen Kennzahlen?

KRAUSS liefert Termine aus der Telefonakquise mit Angaben zu Anrufen, Gesprächen und Terminen. Daraus lassen sich Kosten je Termin und Terminquote ablesen.

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