Inhalt11 Abschnitte
- 01Wie sieht ein Einarbeitungsplan für Vertriebsmitarbeiter in 90 Tagen aus?
- 02Was gehört in die ersten 30 Tage der Einarbeitung?
- 03Wie viel kostet die Einarbeitung eines Vertriebsmitarbeiters? Eine Beispielrechnung
- 04Praxisbeispiel: Wie wir neue Anrufer einarbeiten
- 05Welche Aufgaben hat ein Mentor in der Einarbeitung?
- 06Wann hilft ein Einarbeitungsplan nicht?
- 07Wie legen Sie Ziele für die Einarbeitung fest?
- 08Wie oft sollte es Feedbackgespräche geben?
- 09Wie lange dauert die Einarbeitung eines Vertriebsmitarbeiters?
- 10Welche Inhalte braucht ein Einarbeitungsplan unbedingt?
- 11Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein Einarbeitungsplan für Vertriebsmitarbeiter gliedert die ersten 90 Tage in drei Phasen mit je einem messbaren Ziel: in 30 Tagen Produkt und Zielkunde verstehen, in 60 Tagen eigene Gespräche führen, in 90 Tagen eine eigene Pipeline tragen. Ohne Zahl je Phase bleibt der Plan ein Programm, an dem sich nichts messen lässt.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Wie sieht ein Einarbeitungsplan für Vertriebsmitarbeiter in 90 Tagen aus?
Teilen Sie die 90 Tage in Lernen, Anwenden und Verantwortung. Jede Phase hat ein Ergebnis, das der Vorgesetzte im Gespräch prüfen kann, ohne zu raten.
| Phase | Schwerpunkt | Ergebnis am Ende | Prüfung |
|---|---|---|---|
| Tag 1 bis 30 | Produkt, Zielkunde, Systeme | Nutzenkette für drei Kundentypen sicher vorgetragen | Rollenspiel mit dem Vertriebsleiter |
| Tag 31 bis 60 | Eigene Gespräche mit Begleitung | Erste eigene Termine im Kalender | Zahl der Termine und Gesprächsmitschnitt |
| Tag 61 bis 90 | Eigene Pipeline | Angebote und Folgetermine aus eigenen Kontakten | Pipeline-Wert und Abschlussquote |
Tabelle: 30-60-90-Tage-Plan für den B2B-Vertrieb, Vorschlag der Redaktion, Stand 10/2026
Ein Plan für den Außendienst unterscheidet sich vom Plan für den Innendienst: Der Außendienst braucht in Phase 2 Kundenbesuche mit Begleitung, der Innendienst Telefonate mit Mithören. Was den Außendienst ausmacht, steht im Glossar unter Außendienst. Das Vorgehen bei Gesprächen vermittelt unser Vertriebstraining.
Was gehört in die ersten 30 Tage der Einarbeitung?
In den ersten 30 Tagen lernt der neue Mitarbeiter das Produkt, den Zielkunden und die Werkzeuge, er führt noch keine eigenen Kundengespräche. Das ist die Phase, in der ein Plan am meisten Zeit spart, weil Fehler hier nichts kosten.
- Arbeitsvertrag, Hardware, CRM-Zugang (Kundenverwaltung) und E-Mail vor dem ersten Tag eingerichtet.
- Begrüßung, Teamvorstellung und Mentor am ersten Tag.
- Produkt- und Preisschulung mit Prüfung am Ende der ersten Woche.
- Zielkundenprofil und die drei häufigsten Einwände vermittelt.
- Mithören bei mindestens 10 Gesprächen von erfahrenen Kollegen.
- Nutzenkette je Kundentyp im Rollenspiel geübt (siehe Merkmal-Vorteil-Nutzen).
- Feedbackgespräch am Ende von Woche 2 und Woche 4.
Das Ausfüllen dieser Liste ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass der Vorgesetzte in Woche 4 sagen kann, welche Einwände der Neue noch nicht beherrscht.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie viel kostet die Einarbeitung eines Vertriebsmitarbeiters? Eine Beispielrechnung
Die Einarbeitung kostet den Teil des Gehalts, für den noch keine Leistung zurückkommt, plus die Zeit des Mentors. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen. Die Werte unten sind Annahmen.
| Posten | Annahme |
|---|---|
| Arbeitgeberkosten je Monat | 5.500 Euro |
| Leistung im Monat 1, 2, 3 | 20, 50 und 80 Prozent |
| Unproduktiver Anteil | 0,8 plus 0,5 plus 0,2 gleich 1,5 Monatskosten |
| Kosten des Anlaufs | 1,5 mal 5.500 Euro gleich 8.250 Euro |
| Mentorenzeit | 4 Stunden je Woche, 12 Wochen, 60 Euro je Stunde, gleich 2.880 Euro |
| Summe | 11.130 Euro |
Rechnung: Kosten der Einarbeitung in 90 Tagen, alle Werte als Annahme, Stand 10/2026
Die Rechnung zeigt auch den Preis jeder Verzögerung: Jede Woche, die der Neue länger bis zu 80 Prozent Leistung braucht, kostet rund 1.270 Euro (5.500 Euro mal 12 Monate geteilt durch 52 Wochen, mal 20 Prozent). Ein Plan, der die Anlaufzeit um zwei Wochen verkürzt, spart danach rund 2.500 Euro je neuer Person.
Praxisbeispiel: Wie wir neue Anrufer einarbeiten
In unseren Projekten arbeiten wir neue Anrufer in drei Stufen ein: Briefing zum Kunden und Produkt, Mithören bei erfahrenen Kollegen, begleitete Anrufe mit Rückmeldung nach jedem Block. Typischer Verlauf aus einem anonymisierten Projekt: In der ersten Woche mit eigenen Anrufen lag die Terminquote eines neuen Anrufers bei 4 Prozent der erreichten Entscheider, in Woche 4 bei 9 Prozent, bei erfahrenen Kollegen im selben Projekt bei 10 Prozent.
Die Werte zeigen eine Kurve, keine Garantie. Entscheidend ist der Rhythmus aus Anruf, Mithören und Rückmeldung am selben Tag. Wie wir den Leitfaden dafür bauen, beschreibt die Methode.
Welche Aufgaben hat ein Mentor in der Einarbeitung?
Der Mentor erklärt interne Abläufe, begleitet erste Kundentermine und gibt am selben Tag Rückmeldung zu Gesprächen. Er hört selbst mindestens 10 Gespräche des Neuen mit. Wählen Sie einen Mentor, der selbst gute Zahlen hat und Zeit einplant, sonst bleibt die Einarbeitung nebenbei liegen. Die Zeit des Mentors steht in der Rechnung oben als eigener Posten.
Termine mit Kaufinteresse
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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann hilft ein Einarbeitungsplan nicht?
Ein Plan ersetzt weder die Auswahl der richtigen Person noch gute Führung. Die Grenzen:
- Falsche Besetzung: Wer in Woche 6 weder Termine macht noch lernt, wird durch Plan und Mentor nicht besser. Entscheiden Sie rechtzeitig vor Ende der Probezeit.
- Kleines Team ohne Mentor: Wo niemand Zeit für Begleitung hat, bleibt der Plan Papier. Dann ist ein externer Start oder Training sinnvoller.
- Zu starre Pläne: Ein Neuer mit Branchenerfahrung braucht die Produktschulung kürzer und mehr Zeit für Gespräche.
- Kein Zugang zu Kunden: Ohne Termine fehlt die Praxis. Wer keinen vollen Kalender bieten kann, sollte die Terminierung auslagern, siehe Intern oder extern.
- Rechtliche Fragen: Arbeitsrechtliche Details wie Probezeitdauer klären Sie mit Ihrer Rechtsberatung, dieser Beitrag gibt keine Rechtsberatung.
Wie legen Sie Ziele für die Einarbeitung fest?
Legen Sie je Phase ein bis zwei Ziele mit Zahl und Datum fest, die der Mitarbeiter selbst nachrechnen kann. Beispiele: "bis Tag 30: 10 Gespräche mitgehört und ein Rollenspiel bestanden", "bis Tag 60: 8 eigene Termine", "bis Tag 90: Pipeline von 60.000 Euro". Die Werte passen Sie an Ihren Auftragswert und Ihren Vertriebszyklus an. Kennzahlen dazu erklärt das Glossar unter Kennzahlen im Vertrieb.
Wie oft sollte es Feedbackgespräche geben?
Planen Sie in den ersten vier Wochen ein kurzes tägliches Gespräch von 10 Minuten, danach wöchentlich und zum Ende von Tag 30, 60 und 90 ein ausführliches Gespräch. Das tägliche Gespräch fragt nur drei Dinge: Was lief gut, was lief schlecht, was probieren Sie morgen anders.
Termine mit Kaufinteresse
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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie lange dauert die Einarbeitung eines Vertriebsmitarbeiters?
Rechnen Sie im B2B mit 90 Tagen bis zur eigenen Pipeline, bei langen Vertriebszyklen mit sechs Monaten bis zum ersten Abschluss. Die Dauer hängt vom Produkt ab, nicht vom Plan: Je erklärungsbedürftiger das Angebot, desto länger die Phase 1. Weitere Hilfen zum Start finden Sie im Beitrag Onboarding neuer Vertriebsmitarbeiter, den Überblick zur Neukundengewinnung in Kaltakquise im B2B.
Welche Inhalte braucht ein Einarbeitungsplan unbedingt?
Der Plan braucht Produktwissen, Zielkundenprofil, Gesprächsleitfaden mit Einwänden, Werkzeugschulung und feste Rückmeldetermine. Ob Ihr Team in diesen fünf Fähigkeiten Lücken hat, zeigt der Team-Skill-Check. Er bewertet fünf Fähigkeiten der Neukundengewinnung direkt im Browser.
Häufig gestellte Fragen
Wie gliedert man die Einarbeitung in 30, 60 und 90 Tage?
Die ersten 30 Tage gehören Produkt, Prozess und den ersten Gesprächen unter Begleitung. In den Tagen 31 bis 60 übernimmt der neue Mitarbeiter eigene Gespräche und bespricht sie mit der Führungskraft. Bis Tag 90 arbeitet er eigenständig und erreicht die Ziele, die im Plan für jede Phase stehen.
Welche Ziele setzt man in den ersten Einarbeitungswochen?
Die ersten Ziele sollten messbar sein, etwa die Zahl der Gespräche oder die sichere Kenntnis des Angebots. Zu viele Ziele überfordern neue Mitarbeiter und verwässern den Fokus. Ein Ziel je Woche genügt meist, damit der Fortschritt sichtbar bleibt und das Team erkennt früh, wo Hilfe nötig ist.
Was kostet eine schlechte Einarbeitung im Vertrieb?
Eine schlechte Einarbeitung kostet Zeit, weil neue Mitarbeiter Fragen ohne Antwort lassen und Abläufe falsch lernen. Sie führt häufig zu Frust und zu einem frühen Abgang, und jede Neubesetzung verursacht erneut Suchaufwand. Grob rechnen Sie die Kosten, wenn Sie Gehalt, Suchaufwand und entgangene Abschlüsse zusammenzählen.
Lohnt sich ein schriftlicher Einarbeitungsplan für kleine Teams?
Ja, ein schriftlicher Plan macht Erwartungen sichtbar, auch wenn das Team klein ist. Schon eine Seite mit Zielen, Terminen und Ansprechpartnern reicht für den Anfang. Ohne diesen Plan hängt der Erfolg der Einarbeitung stark davon ab, wie viel Zeit der Mentor gerade hat.
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