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Kurz gesagt
Eine B2B-Outbound-Strategie besteht aus drei Entscheidungen: welche Firmen zuerst, auf welchen Kanälen in welcher Reihenfolge und an welcher Kennzahl Sie abbrechen. Telefon zuerst und E-Mail oder LinkedIn als Begleiter kostet in der Rechnung unten 600 Euro Arbeitszeit je Termin, E-Mail allein 900 Euro.
Dieser Beitrag stammt von April 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Was Outbound Sales ist und wie die fünf Schritte ablaufen, steht im Beitrag Outbound Sales Definition. Hier geht es um die Strategie: Reihenfolge, Kanalmix und Abbruchregel.
Welche Firmen sprechen Sie zuerst an?
Sprechen Sie zuerst die Firmen an, bei denen ein Auslöser Bedarf wahrscheinlich macht, und erst danach die, die nur zum Profil passen. Staffeln Sie Ihre Liste deshalb in drei Stufen.
Tabelle: Dreistufige Zielliste, Einordnung der Redaktion
| Stufe | Merkmal | Ansprache | Anteil der Liste |
|---|---|---|---|
| A | passt zum Profil und hat einen Auslöser (Neubau, neue Leitung, Ausschreibung) | sofort, drei Kanäle | rund 15 Prozent |
| B | passt zum Profil, kein erkennbarer Auslöser | in Woche zwei, zwei Kanäle | rund 40 Prozent |
| C | passt teilweise | nur Telefon, am Schluss | rund 45 Prozent |
Quelle: Redaktion, Stand 10/2026.
Das Profil legt Ihr ideales Kundenprofil fest, die Auslöser liefert die signalbasierte Ansprache. Wie Sie den Ansprechpartner beschreiben, zeigt der Leitfaden zur Buyer Persona im B2B.
In welcher Reihenfolge setzen Sie die Kanäle ein?
Setzen Sie den Anruf an den Anfang und lassen Sie E-Mail und LinkedIn den Anruf begleiten, nicht ersetzen. Ein Ablauf über 14 Werktage reicht für eine Firma der Stufe A.
Tabelle: Kanalfolge über 14 Werktage, Einordnung der Redaktion
| Tag | Kanal | Zweck |
|---|---|---|
| 1 | Anruf | Entscheider erreichen, Anlass nennen |
| 2 | LinkedIn-Kontaktanfrage | Wiedererkennung, ohne Verkaufstext |
| 4 | Anruf | zweiter Versuch zu anderer Tageszeit |
| 6 | E-Mail mit zwei Terminvorschlägen | Antwort erleichtern |
| 9 | Anruf | dritter Versuch, Bezug auf die Mail |
| 14 | kurze Abschlussmail, Wiedervorlage | sauberer Schluss, Datum für den nächsten Kontakt |
Quelle: Redaktion, Stand 10/2026.
Die Telefonebene trägt die Folge, weil nur der Anruf die Antwort sofort klärt. Wie das Gespräch aufgebaut ist, beschreibt die Seite Kaltakquise. Wer Anrufe und Terminierung nicht selbst besetzen will, findet das Angebot unter Telefonakquise und Terminvereinbarung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was kostet ein Termin je Kanalmix? Eine Rechnung
Bei 400 Zielfirmen liegt ein Termin im Mix aus Telefon und E-Mail bei rund 600 Euro Arbeitszeit, bei reinem E-Mail-Versand bei rund 900 Euro. Alle Quoten sind Annahmen, setzen Sie Ihre eigenen ein.
Tabelle: Kanalmix im Vergleich, Annahmen ausgewiesen
| Posten | Nur E-Mail | Telefon plus E-Mail |
|---|---|---|
| Firmen | 400 | 400 |
| Kontakte je Firma | 3 Mails | 3 Anrufe und 1 Mail |
| Aufwand je Kontakt | 3 Minuten je Mail | 4 Minuten je Anruf, 3 je Mail |
| Gesamtaufwand | 60 Stunden | 100 Stunden |
| Kosten bei 60 Euro Vollkosten je Stunde | 3.600 Euro | 6.000 Euro |
| Termine | 1 Prozent der Firmen: 4 | 10 Termine (25 Prozent erreicht, 10 Prozent davon Termin) |
| Kosten je Termin | 900 Euro | 600 Euro |
Quelle: eigene Annahmen, Stand 10/2026.
Der Mix kostet 40 Stunden mehr, liefert aber mehr als doppelt so viele Termine. Fällt die Terminquote im Mix auf 5 Prozent der Erreichten, sind es 5 Termine und 1.200 Euro je Termin, dann ist E-Mail allein günstiger. Prüfen Sie die Quote deshalb früh. Den Begriff erklärt das Glossar unter Kontaktquote.
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Prüftechnik für die Lebensmittelindustrie standen 420 passende Firmen auf einer Liste, bisher hatte der Vertrieb alle in einer Mailserie angeschrieben. Das Ergebnis über drei Monate waren 4 Termine.
Das Team staffelte die Liste in drei Stufen und rief Stufe A (60 Firmen) zuerst an, begleitet von LinkedIn und einer Mail. Aus Stufe A kamen 31 erreichte Entscheider und 9 Termine, aus Stufe B (160 Firmen) 38 Entscheider und 6 Termine, aus Stufe C (200 Firmen) 40 Entscheider und 3 Termine.
Insgesamt standen nach sechs Wochen 18 Termine im Kalender. Die Termine der Stufe A kamen fast alle aus den ersten beiden Anrufen. In Stufe C lohnte sich der dritte Versuch kaum noch, das Team strich ihn.
Wann trägt diese Strategie nicht?
Sie trägt nicht, wenn Ihre Liste unter 100 Firmen liegt: Dann fehlt die Menge, um aus Quoten zu lernen, und persönliche Kontakte oder Empfehlungen wirken besser. Sie trägt auch nicht, wenn Kunden nur über Ausschreibungen oder Großhandel kaufen. Dort erreicht der Anruf den Entscheider nicht.
Sie trägt ebenfalls nicht, wenn niemand die Gespräche führt. Eine Strategie ohne feste Anrufzeit im Kalender bleibt ein Plan. Bei E-Mail und Anruf gelten rechtliche Grenzen, einen Überblick gibt die Seite Kaltakquise und Recht, Rechtsberatung ersetzt sie nicht.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann brechen Sie ab, und wann bauen Sie aus?
Setzen Sie die Abbruchregel vor dem Start. Prüfen Sie nach 200 Wählversuchen drei Werte und entscheiden Sie dann.
- Erreichte Entscheider je 100 Adressen liegen über Ihrer Untergrenze, sonst Liste und Anrufzeit prüfen.
- Termine je 100 erreichte Entscheider liegen über Ihrer Untergrenze, sonst ersten Satz und Angebot ändern.
- Kosten je Termin liegen unter dem Deckungsbeitrag eines halben Auftrags, sonst Stufe C streichen.
- Jede Absage steht mit Grund in einer Liste.
- Die Wiedervorlage trägt ein Datum.
Weitere Kennzahlen und ihre Grenzen: Akquise-Kennzahlen messen.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Kanal kommt in der B2B-Akquise zuerst?
Der Anruf, sobald Sie Name und Rolle des Entscheiders kennen. Ohne Namen beginnen Sie mit einer Kontaktanfrage auf LinkedIn und klären den Ansprechpartner, bevor Sie anrufen.
Wie groß sollte eine Zielliste für eine Runde sein?
Für eine Runde von sechs Wochen reichen 300 bis 600 Firmen. Eine größere Liste verwässert die Auswahl, eine kleinere liefert zu wenige Gespräche, um eine Quote zu lesen.
Wann lohnt sich E-Mail-Automatisierung im Outbound?
Erst, wenn Telefon und Text bei einer Gruppe nachweislich Termine bringen. Automatisieren Sie dann die Folgemail und den Terminlink, nicht den ersten Satz.
Wie lange dauert es bis zum ersten Termin?
Mit Liste und Gesprächsleitfaden liegt der erste Termin meist in der ersten oder zweiten Woche. Eine belastbare Quote brauchen Sie nach rund 200 Wählversuchen, das sind je nach Team zwei bis drei Wochen.
Wie viele Absagen verträgt ein Team?
Rechnen Sie mit mehr Absagen als Zusagen: Auf einen Termin kommen in der Rechnung unten rund zehn Gespräche. Entscheidend ist, dass die Gründe der Absagen in einer Liste landen und den ersten Satz verändern.
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