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Kurz gesagt
Ein persönliches Vertriebsziel besteht aus einer Zahl, einer Frist und einer Tätigkeit, die der Mitarbeiter selbst steuert. "15 qualifizierte Erstgespräche im Monat" ist ein Ziel, "mehr Umsatz" ist keines.
Dieser Beitrag stammt von April 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Welche persönlichen Ziele passen in den Vertrieb?
Gute Ziele messen, was der Mitarbeiter beeinflusst. Die Tabelle zeigt zehn Beispiele mit Zahl und Frist, aufgeteilt nach Rolle. Die Werte sind Richtgrößen der Redaktion und hängen von Branche und Gebiet ab.
| Rolle | Ziel als Satz | Art |
|---|---|---|
| Innendienst Neukunden | 15 qualifizierte Erstgespräche im Monat vereinbaren | Aktivität |
| Innendienst Neukunden | Erreichbarkeitsquote der Entscheider auf 25 % heben bis Ende Q1 | Qualität |
| Außendienst | 8 Neukundentermine je Monat durchführen | Aktivität |
| Außendienst | 3 Neukunden je Quartal mit Erstauftrag über 5.000 Euro | Ergebnis |
| Key Account | 2 Angebote je Quartal an Bestandskunden mit neuem Standort | Ergebnis |
| Key Account | Jeden A-Kunden im Quartal zweimal persönlich sprechen | Aktivität |
| Vertriebsleiter | Jedem Mitarbeiter alle 14 Tage 30 Minuten Coaching geben | Führung |
| Alle | Angebote innerhalb von 48 Stunden nachfassen | Qualität |
| Alle | Pipeline-Einträge nie älter als 7 Tage ohne Aktivität | Disziplin |
| Berufseinsteiger | 5 Einwandgespräche pro Woche im Rollenspiel üben | Entwicklung |
Tabelle: Zehn persönliche Vertriebsziele nach Rolle, Richtwerte der Redaktion, Stand 10/2026
Wie rechne ich ein Jahresziel auf das Tagesziel herunter?
Rechnen Sie vom Ergebnis rückwärts durch den Trichter. Jede Stufe hat eine Quote, und jede Quote ist eine Annahme, die Sie mit eigenen Zahlen ersetzen. Beispiel: 12 Neukunden im Jahr als Ziel eines Außendienstlers.
| Stufe | Annahme | Rechenweg | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Neukunden im Jahr | Ziel | 12 | |
| Angebote | 35 % der Angebote werden Aufträge | 12 / 0,35 | 35 Angebote |
| Durchgeführte Termine | 50 % der Termine führen zum Angebot | 35 / 0,5 | 70 Termine |
| Vereinbarte Termine | 15 % fallen aus | 70 / 0,85 | 83 Termine |
| Gespräche mit Entscheidern | 20 % der Gespräche enden im Termin | 83 / 0,2 | 415 Gespräche |
| Arbeitstage | 220 im Jahr | 415 / 220 | 1,9 Gespräche je Tag |
Tabelle: Rückwärtsrechnung vom Jahresziel zum Tagesziel, alle Quoten sind Annahmen, Stand 10/2026
Das Tagesziel von knapp zwei Entscheidergesprächen ist für den Mitarbeiter greifbar, das Jahresziel von 12 Neukunden nicht. Wer aber nur Neukunden zählt, merkt erst im Herbst, dass der Trichter leer ist. Zählen Sie deshalb zusätzlich die Termine je Monat.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigt ein Beispiel aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik lag das Ziel der drei Außendienstler bei je 4 Neukunden im Quartal. Nach zwei Quartalen hatte keiner es erreicht, und die Stimmung kippte, obwohl alle viel unterwegs waren. Die Auswertung zeigte: Pro Kopf standen nur 6 Neukundentermine im Quartal im Kalender, nötig waren rund 16. Der Vertriebsleiter änderte das Ziel auf 5 Neukundentermine im Monat und lagerte die Terminierung an ein externes Team aus. Nach einem Quartal lag der Schnitt bei 14 Terminen je Außendienstler, im Folgequartal kamen 3 Neukunden je Kopf.
Der Fehler war das Ziel, nicht der Mitarbeiter: Es maß ein Ergebnis, das erst Monate nach der Tätigkeit sichtbar wird.
Wann nicht: Wann schaden persönliche Zahlenziele?
Drei Fälle, in denen Zahlenziele nicht tragen:
- Lange Zyklen. Bei Anlagen mit 12 Monaten Verkaufszyklus sagt ein Quartalsziel für Aufträge nichts über die Leistung. Messen Sie Termine bei Entscheidern und qualifizierte Angebote.
- Teamergebnisse. Wenn Innen- und Außendienst nur gemeinsam abschließen, erzeugt ein Einzelziel Streit über die Zuordnung. Setzen Sie ein Teamziel und je Rolle ein Aktivitätsziel.
- Zu viele Ziele. Mehr als drei Ziele je Mitarbeiter verwässern den Fokus. Wer fünf Zahlen verfolgt, verfolgt keine.
Ein reines Umsatzziel belohnt auch Rabatte. Koppeln Sie es an eine Marge, sonst kauft der Mitarbeiter sich den Abschluss.
Wie führe ich das Zielgespräch?
- Zeigen Sie die Rückwärtsrechnung auf dem Papier, der Mitarbeiter ersetzt die Quoten durch seine.
- Einigen Sie sich auf höchstens drei Ziele, davon ein Aktivitätsziel und ein Qualitätsziel.
- Legen Sie fest, welche Zahl wöchentlich im Team auftaucht, und wer sie pflegt.
- Vereinbaren Sie den Termin, an dem Sie das Ziel prüfen, nach sechs Wochen, nicht nach einem Jahr.
Mehr zu den Kennzahlen, die dafür taugen, steht im Leitfaden Akquise-Kennzahlen messen und im Glossar unter Kennzahlen Vertrieb. Eine Vorlage für die Zielvereinbarung liefert der Beitrag Zielvereinbarung Vertrieb Beispiele. Welche Fähigkeiten im Team fehlen, zeigt der Team-Skill-Check. Wenn der Engpass die Zahl der Neukundentermine ist, übernimmt das die Telefonakquise von KRAUSS.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufig gestellte Fragen
Wie formuliere ich ein persönliches Ziel im Vertrieb?
Nennen Sie Tätigkeit, Zahl und Frist in einem Satz: "Bis 31. Dezember 15 qualifizierte Erstgespräche je Monat vereinbaren." Das Ziel muss in Ihrer Hand liegen.
Was ist besser, ein Aktivitätsziel oder ein Ergebnisziel?
Beide, im Verhältnis von eins zu eins. Das Aktivitätsziel zeigt nach Wochen, ob der Trichter gefüllt wird, das Ergebnisziel zeigt nach Quartalen, ob er trägt.
Wie viele Ziele sollte ein Mitarbeiter haben?
Höchstens drei. Mehr als drei Ziele verteilen die Aufmerksamkeit, und der Mitarbeiter wählt das leichteste.
Wie oft prüfe ich persönliche Ziele?
Wöchentlich die Aktivität, monatlich das Ergebnis, alle sechs Wochen das Ziel selbst.
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