Inhalt17 Abschnitte
- 01Wie geht Kaltakquise im B2B Schritt für Schritt?
- 02Was unterscheidet Kaltakquise im B2B und im B2C?
- 03Wie bauen Sie die Zielliste?
- 04Welcher Kanal passt zur Kaltakquise?
- 05Wie führen Sie das Gespräch, und wie gehen Sie mit Einwänden um?
- 06Wie fassen Sie nach?
- 07Wie zeigen Sie im Gespräch Nutzen statt Produktmerkmale?
- 08Welche Rolle spielt Warmakquise neben der Kaltakquise?
- 09Wie gehen Abschluss und Nachbetreuung nach dem Termin?
- 10Wie werten Sie Ihre Kaltakquise aus, und welche Tools helfen dabei?
- 11Wie bereiten Sie sich mental auf Ablehnung vor?
- 12Welche sieben Tipps tragen am weitesten?
- 13Was kostet ein Termin in der Kaltakquise? Eine Rechnung
- 14Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 15Wann trägt Kaltakquise nicht?
- 16Was prüfen Sie vor dem ersten Anruf?
- 17Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Kaltakquise läuft im B2B in vier Schritten: Zielliste, Anruf mit Anlass, Termin mit zwei Zeiten zur Wahl und Nachfassen mit Datum. In der Rechnung unten kostet ein Termin rund 89 Euro Arbeitszeit.
Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Im B2C unterscheidet sich vor allem der rechtliche Rahmen, den die Seite Kaltakquise und Recht erklärt. Stand: Oktober 2026.
Dieser Beitrag trifft keine Rechtsaussagen. Prüfen Sie den Rahmen je Kanal und Zielgruppe, bevor Sie den ersten Kontakt aufnehmen.
Wie geht Kaltakquise im B2B Schritt für Schritt?
Gehen Sie in vier Schritten vor: Liste bauen, anrufen, Termin setzen, nachfassen. Jeder Schritt hat eine Zahl, an der Sie ihn prüfen.
Tabelle: Die vier Schritte der Kaltakquise im B2B, Einordnung der Redaktion
| Schritt | Aufgabe | Prüfzahl |
|---|---|---|
| 1. Zielliste | Firmen, Rolle des Entscheiders, Auslöser notieren | Anteil der Einträge mit Namen und Durchwahl |
| 2. Anruf | Anlass nennen, eine Frage stellen | Erreichte Entscheider je 100 Wählversuche |
| 3. Termin | Zwei Zeiten zur Wahl nennen | Terminquote |
| 4. Nachfassen | Datum der nächsten Aktion eintragen | Anteil der Kontakte mit Wiedervorlage |
Quelle: Redaktion, Stand 10/2026.
Die Grundbegriffe erklärt das Glossar unter Kaltakquise, den Ablauf im Überblick die Seite Kaltakquise im B2B.
Was unterscheidet Kaltakquise im B2B und im B2C?
Im B2B sprechen Sie mit einem Entscheider oder einer Gruppe, im B2C mit einer Einzelperson, die allein entscheidet. Daraus folgen andere Zyklen, andere Einstiege und andere Kanäle. Der rechtliche Rahmen unterscheidet sich ebenfalls, er steht auf der Seite Kaltakquise und Recht.
Tabelle: B2B und B2C im Vergleich, Einordnung der Redaktion
| Merkmal | B2B | B2C |
|---|---|---|
| Wer entscheidet | Ein Entscheider, oft mit Einkauf oder Fachabteilung | Die Person selbst |
| Verkaufszyklus | Wochen bis Monate | Meist Tage |
| Einstieg | Anlass im Unternehmen, etwa Neubau oder neue Leitung | Konkreter Nutzen für die Person |
| Ziel des ersten Kontakts | Termin | Oft direkter Abschluss |
| Erster Schritt vor dem Start | Rolle und Auslöser recherchieren | Rechtsrahmen klären |
Quelle: Redaktion, Stand 10/2026.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie bauen Sie die Zielliste?
Eine brauchbare Liste nennt Firma, Rolle, Name, Durchwahl und einen Auslöser. Beginnen Sie mit den fünf bis zehn besten Bestandskunden und suchen Sie Firmen, die ihnen ähneln: gleiche Branche, ähnliche Größe, gleiche Rolle beim Einkauf.
Quellen sind Unternehmenswebsites, berufliche Netzwerke und Branchenverzeichnisse. Prüfen Sie Stichproben von zehn Einträgen auf Aktualität, bevor Sie anrufen. Wie Sie den Entscheider erreichen, erklärt der Beitrag So erreichen Sie den Entscheider.
Welcher Kanal passt zur Kaltakquise?
Im B2B tragen Anruf und Kontaktanfrage auf LinkedIn zusammen am weitesten, E-Mail begleitet. Der Anruf klärt Interesse sofort, E-Mail und LinkedIn bereiten vor und fassen nach.
- Telefon: erster Kontakt, wenn Sie Name und Rolle kennen. Das Gespräch beschreibt die Seite Telefonakquise.
- LinkedIn: Kontaktanfrage ohne Verkaufstext, danach eine kurze Nachricht mit Anlass.
- E-Mail: Terminvorschlag nach dem Gespräch, kurzer Betreff, zwei Zeiten.
Vor jedem Kanal prüfen Sie die rechtlichen Grenzen auf der Seite Kaltakquise und Recht.
Wie führen Sie das Gespräch, und wie gehen Sie mit Einwänden um?
Nennen Sie im ersten Satz Ihren Namen, Ihre Firma und den Anlass, stellen Sie eine Frage und bieten Sie nach Interesse zwei Zeiten an. Halten Sie den Einstieg kurz, damit der Gesprächspartner früh antworten kann.
Bei einem Einwand wiederholen Sie ihn in eigenen Worten und stellen eine Rückfrage, statt zu argumentieren. Nennt jemand "Schicken Sie Unterlagen", fragen Sie, wer im Haus darüber entscheidet und bis wann. Die Technik erklärt das Glossar unter Einwandbehandlung, Beispiele zeigt der Beitrag Einwände bei der Kaltakquise.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie fassen Sie nach?
Fassen Sie innerhalb von drei Werktagen nach, mit einer Mail, die den Anlass wiederholt und zwei Zeiten nennt. Ohne Datum der nächsten Aktion verschwindet der Kontakt. Weitere Versuche folgen nach Plan, das Follow-up beschreibt den Ablauf. Wer nach sechs Versuchen keine Antwort hat, legt die Firma auf Wiedervorlage in drei Monaten.
Wie zeigen Sie im Gespräch Nutzen statt Produktmerkmale?
Nennen Sie das Problem des Gesprächspartners und die Wirkung bei ihm, nicht Ihre Funktionen. Drei Fragen führen dorthin: Was kostet das Problem heute Zeit oder Umsatz? Wer im Haus spürt es zuerst? Was müsste sich ändern, damit es sich lohnt, darüber zu sprechen?
Vertrauen entsteht im Erstkontakt aus drei Dingen: Sie sagen offen, wer Sie sind und warum Sie anrufen, Sie nennen eine Referenz nur dann, wenn Sie sie belegen können, und Sie versprechen nichts, was Sie nicht halten. Eine erfundene Referenz kostet Sie jeden weiteren Anruf in dieser Firma.
Welche Rolle spielt Warmakquise neben der Kaltakquise?
Warmakquise ergänzt die Kaltakquise, sie ersetzt sie nicht. Kaltakquise startet ohne Beziehung, Warmakquise stützt sich auf einen vorherigen Kontakt, etwa eine Messe, eine Empfehlung oder eine Antwort auf Ihre LinkedIn-Nachricht. Warme Kontakte sagen eher Ja zum Termin, weil sie Ihren Namen schon kennen.
So entsteht der Übergang: Ein Kaltkontakt, der nicht kauft, erhält in den folgenden Monaten fachliche Inhalte und einen zweiten Anlass zum Gespräch. Auf LinkedIn zeigen Sie dazu regelmäßig, was Sie in der Branche tun, ohne zu verkaufen. Dann ist der nächste Anruf ein warmer.
Termine mit Kaufinteresse
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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
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Wie gehen Abschluss und Nachbetreuung nach dem Termin?
Fassen Sie nach dem Termin schriftlich zusammen, was Sie zugesagt haben: Leistung, Zeitraum und Ansprechpartner auf beiden Seiten. Preise und Vertragsdetails klären Sie im Termin selbst, nicht im Erstanruf. Holen Sie dafür früh den Kollegen dazu, der den Vertrag kennt.
Nach dem Abschluss sichern Sie den Kunden mit zwei Handgriffen: ein fester Kontakt nach dem Start und eine Frage nach Feedback. Aus den Antworten lernen Sie, welche Anlässe im Erstgespräch funktionieren. Sie finden dort auch den nächsten Anlass für Empfehlungen.
Wie werten Sie Ihre Kaltakquise aus, und welche Tools helfen dabei?
Werten Sie jede Anrufrunde mit vier Zahlen aus: Wählversuche, erreichte Entscheider, Termine, stattgefundene Termine. Aus den Zahlen sehen Sie, wo es hakt: Liegt es an der Liste (wenige Erreichte), am ersten Satz (wenige Termine) oder am Termin selbst (viele Absagen).
Ein CRM-System reicht dafür, wenn es drei Dinge kann: Kontakthistorie speichern, Wiedervorlagen mit Datum setzen und Termine nach Runde auswerten. Was ein CRM im Vertrieb leistet, steht auf der Seite CRM im Vertrieb. Automatisierung von Mails und Lead-Bewertung lohnt sich erst, wenn Ihr manueller Ablauf trägt. Sonst automatisieren Sie einen Einstieg, der nicht funktioniert.
Wie bereiten Sie sich mental auf Ablehnung vor?
Rechnen Sie mit Absagen: In der Rechnung unten kommen 15 Prozent der erreichten Entscheider zum Termin, 85 Prozent sagen also Nein. Wer das vorher weiß, nimmt ein Nein nicht persönlich. Setzen Sie sich pro Block ein Ziel in Terminen statt in Anrufen, und beenden Sie den Block erst nach der geplanten Zahl Wählversuche.
Zwei Gewohnheiten halten Sie stabil: Hören Sie aktiv zu und wiederholen Sie die Kernaussage des Gegenübers, bevor Sie antworten. Und notieren Sie nach jedem Nein den Grund in einem Wort. Nach einigen Runden zeigt sich das Muster.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
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- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche sieben Tipps tragen am weitesten?
Diese Auswahl zeigt, wo die meisten Teams Zeit verlieren. Jeder Tipp verweist auf den Abschnitt, der ihn ausführt.
Tabelle: Sieben Tipps für die B2B-Kaltakquise, Einordnung der Redaktion
| Tipp | Warum |
|---|---|
| Rufen Sie in festen Blöcken an | Ein Rhythmus schlägt Einzelanrufe zwischen Terminen |
| Beginnen Sie mit dem Anlass | Der Gesprächspartner versteht sofort, warum Sie anrufen |
| Stellen Sie nach dem Einstieg eine Frage | Wer antwortet, bleibt im Gespräch |
| Bieten Sie zwei Zeiten an | Die Wahl zwischen zwei Zeiten verlangt weniger als ein offenes Ja oder Nein |
| Notieren Sie jeden Grund für ein Nein | Daraus verbessern Sie Liste und ersten Satz |
| Fassen Sie in drei Werktagen nach | Der Anlass ist dann noch frisch |
| Legen Sie eine Abbruchregel fest | Sie stoppen Runden, bevor sie Geld kosten |
Quelle: Redaktion, Stand 10/2026.
Was kostet ein Termin in der Kaltakquise? Eine Rechnung
Bei 200 Wählversuchen und den Annahmen unten kostet ein Termin rund 89 Euro Arbeitszeit. Alle Quoten sind Annahmen der Redaktion. Setzen Sie Ihre eigenen ein.
Tabelle: Kosten je Termin bei 200 Wählversuchen, Annahmen ausgewiesen, Stand 10/2026
| Posten | Wert |
|---|---|
| Wählversuche | 200 |
| Aufwand je Versuch inklusive Notiz (Annahme) | 4 Minuten |
| Gesamtaufwand | 800 Minuten, rund 13,3 Stunden |
| Vollkosten je Stunde (Annahme) | 60 Euro |
| Kosten der Runde | 800 Euro |
| Erreichte Entscheider (Annahme) | 30 %, also 60 |
| Terminquote der Erreichten (Annahme) | 15 %, also 9 Termine |
| Kosten je Termin | rund 89 Euro |
Quelle: eigene Annahmen, Stand 10/2026.
Sinkt die Terminquote auf 8 Prozent, bleiben 4,8 Termine und die Kosten steigen auf rund 167 Euro je Termin. Prüfen Sie deshalb früh, ob der erste Satz trägt. Die Formel steht im Glossar unter Kosten je Verkaufstermin.
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Bürotechnik für Handwerksbetriebe rief der Vertrieb in der ersten Woche 120 Firmen an. Der Einstieg lautete: "Wir bieten Ihnen eine Lösung für Ihre Bürotechnik." 31 Anrufe erreichten einen Entscheider, daraus entstanden 4 Termine.
Das Team stellte den Einstieg auf einen Anlass um, etwa einen Umzug oder eine Betriebsübernahme, und rief weitere 120 Firmen an. 38 Anrufe erreichten einen Entscheider, daraus wurden 11 Termine, 9 davon fanden statt. Beim Nachfassen nach drei Werktagen kamen aus 14 Kontakten noch 3 Termine dazu.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann trägt Kaltakquise nicht?
Kaltakquise trägt nicht, wenn Ihre Zielgruppe unter 100 Firmen liegt: Dann fehlt die Menge, um Quoten zu lesen, und persönliche Kontakte wirken besser. Sie trägt auch nicht, wenn Kunden nur über Ausschreibungen oder Großhandel kaufen oder wenn niemand feste Anrufblöcke hält.
Im B2C hängt die Frage zuerst am rechtlichen Rahmen, den Sie vor dem Start auf der Seite Kaltakquise und Recht prüfen. Und ohne Angebot, das einen Anlass hergibt, hilft der beste Einstieg nicht. Wer feste Blöcke nicht besetzen kann, findet unter Telefonakquise und Terminvereinbarung den Weg, die Telefonebene und die Terminierung abzugeben.
Was prüfen Sie vor dem ersten Anruf?
Beantworten Sie alle Punkte mit Ja, bevor Sie anrufen.
- Die rechtliche Prüfung für Kanal und Zielgruppe ist abgeschlossen.
- Die Liste nennt Firma, Rolle, Name und Auslöser, Stichprobe von zehn Einträgen geprüft.
- Der erste Satz enthält Name, Firma und Anlass.
- Zwei Zeiten für den Termin stehen im Kalender frei.
- Jeder Kontakt bekommt Notiz und Datum der nächsten Aktion.
- Die Abbruchregel steht: Untergrenze für Terminquote und Kosten je Termin.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Anrufe plane ich pro Block ein?
Planen Sie 90 Minuten und rechnen Sie mit 20 bis 25 Wählversuchen. Das folgt aus rund 4 Minuten je Versuch inklusive Notiz. Der Wert ist eine Praxisregel der Redaktion, keine Marktzahl, Ihr Team misst den eigenen.
Wann gebe ich eine Zielfirma auf?
Nach sechs Versuchen über drei Wochen, verteilt auf verschiedene Tageszeiten. Legen Sie die Firma dann mit Datum auf Wiedervorlage in drei Monaten. Das ist eine Praxisregel der Redaktion.
Was tue ich, wenn die Zentrale mich nicht durchstellt?
Nennen Sie Anlass und Rolle des Gesuchten statt des Verkaufsthemas und fragen Sie nach dem besten Zeitpunkt. Der Glossareintrag zum Gatekeeper beschreibt das Vorgehen im Detail.
Zu welcher Uhrzeit erreiche ich Entscheider am besten?
Dafür gibt es keine belastbare Marktzahl. Testen Sie zwei Zeitfenster je Woche über drei Wochen, notieren Sie die Zahl erreichter Entscheider je Fenster und behalten Sie das bessere.
Welche Zahl zeigt zuerst, dass mein Einstieg nicht trägt?
Die Quote erreichter Entscheider mit Termin. Liegt sie nach 100 erreichten Entscheidern unter Ihrer Untergrenze, ändern Sie den ersten Satz und nicht die Liste.
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