Inhalt10 Abschnitte
- 01Was ist Outbound Vertrieb im B2B?
- 02In welchen sechs Schritten läuft eine Outbound-Kampagne?
- 03Welche Kanäle tragen im Outbound?
- 04Wie messen Sie den Erfolg von Outbound in Zahlen?
- 05Rechnung: Was kostet ein Termin aus Outbound?
- 06Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Großküchentechnik
- 07Wann Outbound nicht trägt
- 08Welche Checkliste hilft beim Start?
- 09Wo passt der Dienstleister in den Prozess?
- 10Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Outbound Vertrieb heißt, dass Ihr Team den ersten Kontakt aktiv herstellt, statt auf Anfragen zu warten. Im B2B trägt er, wenn die Zielliste stimmt, die Ansprache zu einem konkreten Anlass passt und Termine und Quoten jede Woche gemessen werden.
Dieser Beitrag stammt von Februar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026, keine Rechtsberatung.
Was ist Outbound Vertrieb im B2B?
Outbound Vertrieb ist der aktive Erstkontakt eines Verkäufers mit einem Unternehmen, das noch nicht angefragt hat. Der Verkäufer wählt die Firmen aus, nimmt Kontakt auf und führt das Gespräch bis zu einem Termin. Der Gegenpol ist der Inbound: Der Interessent meldet sich selbst.
Im B2B arbeiten Outbound-Teams meist mit Listen aus Branche, Größe und Region. Ein Entscheider wird als Ansprechpartner gesucht, der über das Thema entscheidet, etwa die Geschäftsführung, die Einkaufsleitung oder der Betriebsleiter. Wer keinen Entscheider erreicht, spricht in einem Outbound-Projekt mit dem Vorzimmer oder der Assistenz, bis ein Termin feststeht.
In welchen sechs Schritten läuft eine Outbound-Kampagne?
Sechs Schritte tragen eine Kampagne: Zielgruppe festlegen, Liste aufbauen, Anlass formulieren, Kontakt herstellen, Termin sichern und Ergebnis messen. Jeder Schritt hat eine Kennzahl, an der Sie ihn prüfen.
- Zielgruppe festlegen. Branche, Unternehmensgröße, Region und Zielrolle in einem Satz. Kennzahl: Anteil der Firmen, die zur Zielgruppe passen.
- Liste aufbauen. Nur Firmen aufnehmen, die Sie mit Ihrem Angebot erreichen können. Kennzahl: Anteil nicht zustellbarer oder falscher Kontakte.
- Anlass formulieren. Ein Grund, warum jetzt, etwa eine neue Vorschrift, ein Personalwechsel oder ein Auftrag des Wettbewerbs. Kennzahl: Gesprächsquote je Anlass.
- Kontakt herstellen. Anruf, Mail mit Einwilligung oder LinkedIn-Nachricht. Kennzahl: erreichte Entscheider je Anwahl.
- Termin sichern. Ein konkreter Vorschlag mit Datum und Dauer. Kennzahl: Terminquote aus Gesprächen.
- Ergebnis messen. Stattgefundene Termine, Angebote und Abschlüsse je Kampagne. Kennzahl: Preis je stattgefundenem Termin.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Kanäle tragen im Outbound?
Das Telefon trägt den Erstkontakt am stärksten, weil ein Gespräch in wenigen Minuten klärt, ob ein Anlass besteht. E-Mail und LinkedIn ergänzen es, ersetzen es aber selten.
| Kanal | Stärke | Grenze | Rechtlicher Hinweis |
|---|---|---|---|
| Telefon | Klärt Anlass und Zuständigkeit in einem Gespräch | Braucht geschulte Stimmen und Zeit je Anwahl | Vor dem Start die Rechtslage prüfen, siehe Kaltakquise-Recht |
| Gut für Nachfassen und Unterlagen | Werbe-Mail ohne Einwilligung ist nach § 7 UWG unzulässig | Einwilligung vorab nachweisen | |
| Kontakt über bestehende Vernetzung, Profil sichtbar | Reichweite je Firma klein, nicht jeder Entscheider nutzt es | Nachricht ohne Anhang, Ton sachlich halten |
Eine Kampagne, die nur einen Kanal nutzt, verliert oft die Firmen, die auf dem zweiten Weg erreichbar wären. Entscheiden Sie vorab, in welcher Reihenfolge die Kanäle eingesetzt werden und wann die Firma als nicht erreichbar gilt.
Wie messen Sie den Erfolg von Outbound in Zahlen?
Messen Sie Erreichbarkeit, Gespräch, Termin, stattgefundenen Termin und Abschluss getrennt. Ohne diese Trennung wissen Sie nicht, ob die Liste, die Ansprache oder das Angebot schwächelt.
| Kennzahl | Formel | Was Sie daraus ablesen |
|---|---|---|
| Erreichbarkeit | Erreichte Entscheider geteilt durch Anwahlen | Qualität der Liste und der Telefonzeiten |
| Gesprächsquote | Gespräche geteilt durch erreichte Entscheider | Wirkung des Anlasses |
| Terminquote | Termine geteilt durch Gespräche | Wirkung des Angebots und des Abschlusses im Gespräch |
| Preis je Termin | Kosten der Kampagne geteilt durch stattgefundene Termine | Wirtschaftlichkeit |
Rechnung: Was kostet ein Termin aus Outbound?
Ein Termin kostet in dieser Rechnung rund 111 Euro an eigener Arbeitszeit. Die Zahl hängt an vier Annahmen, die Sie mit Ihren eigenen Daten ersetzen.
| Schritt | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Anwahlen | Liste mit Firmen | 600 |
| Entscheider erreicht | 30 % der Anwahlen (Annahme) | 180 Gespräche |
| Termin aus Gespräch | 10 % der Gespräche (Annahme) | 18 Termine |
| Anrufzeit | 4 Minuten je Anwahl | 40 Stunden |
| Kosten Eigenzeit | 50 Euro je Stunde (Annahme) | 2.000 Euro |
| Preis je Termin | 2.000 Euro geteilt durch 18 Termine | rund 111 Euro |
Die Rechnung zeigt den Hebel: Eine höhere Erreichbarkeit senkt den Preis je Termin stärker als kürzere Anrufe. Prüfen Sie zuerst die Liste, dann das Skript.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Großküchentechnik
In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik führten 600 Anwahlen zu 180 Gesprächen und 18 Terminen. Davon fanden 11 statt, weil sich der Vertrieb zwei Tage vorher noch einmal mit einer kurzen Bestätigung meldete. Die Liste wurde nach dem dritten Anrufblock auf Betriebe mit Neubau oder Umbau geschärft, danach stieg die Gesprächsquote deutlich.
Der Hersteller hatte vorher keine Trennung der Kennzahlen. Erst mit der Stufenmessung war sichtbar, dass die Liste und nicht das Skript das Problem war.
Wann Outbound nicht trägt
Outbound trägt schlecht, wenn Ihr Angebot nur nach einer öffentlichen Ausschreibung gekauft wird. Auch wenn der Auftragswert so klein ist, dass ein Gespräch nicht lohnt, oder wenn niemand die Termine annehmen kann.
- Ausschreibungsmarkt. Der Kauf läuft über Vergabeverfahren, ein Anruf ändert wenig.
- Kleiner Auftragswert. Ein Termin muss den Aufwand decken, sonst bleibt die Kampagne ein Kostenposten.
- Keine Kapazität. Termine ohne Vertriebsmitarbeiter, der sie annimmt, verfallen nach wenigen Tagen.
- Unklares Angebot. Ohne klaren Nutzen in Zahlen verliert der Anruf nach dem ersten Satz.
Welche Checkliste hilft beim Start?
Die Checkliste Telefonakquise vorbereiten deckt Liste, Skript und Dokumentation ab, bevor der erste Anruf läuft. Für die Planung über acht Wochen hilft der Leitfaden Outbound-Kampagne planen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wo passt der Dienstleister in den Prozess?
Telefon und Terminvereinbarung lassen sich auslagern, wenn der eigene Vertrieb keine freie Kapazität hat. Das Angebot, die Preise und der Abschluss bleiben bei Ihrem Vertrieb. KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung, nicht den Abschluss. Mehr dazu auf der Seite Kaltakquise-Agentur und zur Telefonebene unter Telefonakquise. Der Begriff ist im Glossar zum Outbound Vertrieb erklärt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Outbound Vertrieb?
Outbound Vertrieb ist der aktive Erstkontakt eines Verkäufers mit Unternehmen, die noch nicht angefragt haben. Der Verkäufer wählt die Firmen aus, nimmt Kontakt auf und führt das Gespräch bis zu einem Termin.
Worin unterscheidet sich Outbound von Inbound Vertrieb?
Im Outbound geht der Kontakt vom Verkäufer aus. Im Inbound meldet sich der Interessent selbst, etwa über eine Suche, eine Anzeige oder ein Formular. Viele B2B-Teams nutzen beide Wege nebeneinander.
Welche Kanäle eignen sich für Outbound im B2B?
Das Telefon trägt den Erstkontakt am stärksten, weil ein Gespräch in wenigen Minuten klärt, ob ein Anlass besteht. E-Mail mit Einwilligung und LinkedIn ergänzen das Telefon, ersetzen es aber selten.
Welche Kennzahlen zeigen, ob Outbound funktioniert?
Messen Sie getrennt: erreichte Entscheider, Gespräche, Termine, stattgefundene Termine und Abschlüsse. Aus diesen Stufen ergibt sich der Preis je Termin, die wichtigste Zahl für die Steuerung.
Wie viele Anrufe braucht man für einen Termin?
Das hängt von Liste, Anlass und Erreichbarkeit ab. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Quoten: Anrufe mal Erreichbarkeit mal Gesprächsquote mal Terminquote ergibt die Termine. Richtwerte aus fremden Branchen taugen dafür nicht.
Ist Outbound per Telefon im B2B erlaubt?
Ein Anruf bei einem Unternehmen ist nicht allgemein verboten. Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung ist nach § 7 UWG unzulässig. Die Rechtslage prüfen Sie vor dem Start, dies ist keine Rechtsberatung.
Wann lohnt sich Outbound für ein kleines Unternehmen?
Outbound lohnt sich, wenn der Auftragswert den Aufwand für Liste und Gespräche deckt und ein Verkäufer die Termine auch annehmen kann. Fehlt beides, bringt eine gute Liste ohne Termine keinen Umsatz.
Kann ein Dienstleister den Outbound übernehmen?
Ja, Telefon und Terminvereinbarung lassen sich auslagern. Das Angebot, die Preise und der Abschluss bleiben beim eigenen Vertrieb. KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung, nicht Ihren Abschluss.
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