Inhalt9 Abschnitte
- 01Wie führen Sie einen Cold Call im B2B in neun Schritten?
- 02Wie reagieren Sie auf Einwände und Ablehnung?
- 03Wie messen Sie Erfolgsquote, Gesprächsdauer und Anrufzeit?
- 04Was kostet ein Termin per Cold Call an Arbeitszeit?
- 05Welche Technik brauchen Sie für Kaltanrufe?
- 06Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
- 07Wann trägt Cold Calling nicht?
- 08Wie bereiten Sie den ersten Anrufblock vor?
- 09Häufig gestellte Fragen
Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Ein Kaltanruf im B2B führt zum Termin, wenn Sie einen Ansprechpartner mit Namen erreichen, einen konkreten Anlass nennen und am Ende zwei Terminvorschläge machen. Cold Calling heißt auf Deutsch Kaltanruf: der erste Anruf bei einem Unternehmen ohne bisherige Geschäftsbeziehung. Dieser Beitrag zeigt neun Schritte, eine Rechnung zur Arbeitszeit je Termin und die Fälle, in denen der Kanal nicht trägt. Stand: Oktober 2026.
Ob Sie ein bestimmtes Unternehmen anrufen dürfen, klärt der Wissensbeitrag Kaltakquise und Recht mit Quellen. Den Gesamtüberblick gibt die Seite Kaltakquise im B2B, die Begriffe erklärt das Glossar unter Kaltakquise.
Wie führen Sie einen Cold Call im B2B in neun Schritten?
Führen Sie den Kaltanruf in neun Schritten: eingrenzen, benennen, Anlass finden, Leitfaden schreiben, in 15 Sekunden einsteigen, Nutzen zeigen, fragen und zuhören, Einwand aufnehmen, nachfassen. Jeder Schritt hat eine Aufgabe, die Sie vor dem Anruf erledigen oder im Gespräch ausführen.
- Zielgruppe eingrenzen. Legen Sie Branche, Größe und den Bedarf fest, den Ihr Angebot löst. Nutzen Sie die Daten aus Ihrem CRM, um Leads zu sortieren.
- Ansprechpartner benennen. Finden Sie Name und Rolle der Person, die über den Kauf entscheidet. Impressum und Teamseite der Firma nennen sie oft, LinkedIn zeigt Titel und Funktion. Wie Sie am Empfang vorbeikommen, steht im Beitrag So erreichen Sie den Entscheider.
- Anlass je Firma notieren. Ein Satz genügt: eine neue Halle, eine offene Stelle, ein Messeauftritt. Der Anlass trennt Ihren Anruf von der Serienansprache.
- Leitfaden statt Wortlaut. Das Skript enthält Vorstellung, Grund des Anrufs und zwei offene Fragen. Es lässt Raum für den Gesprächsverlauf. Üben Sie den Ablauf laut, bis er natürlich klingt. Vorlagen bietet die Checkliste Gesprächsleitfaden Telefon.
- In 15 Sekunden einsteigen. Name, Firma, Grund des Anrufs, dann die Frage, ob der Zeitpunkt passt. Mehr braucht der Einstieg nicht.
- Nutzen statt Produkt nennen. Nennen Sie eine Herausforderung, die Ihr Angebot löst, und ein Beispiel aus Ihrer Praxis. Ihr Gesprächspartner entscheidet nach dem Nutzen, nicht nach der Funktionsliste.
- Offen fragen und zuhören. Fragen wie "Was ist im Moment Ihre größte Herausforderung bei der Neukundengewinnung?" bringen längere Antworten als Ja-Nein-Fragen. Notieren Sie die Antworten wörtlich.
- Einwand aufnehmen. Wiederholen Sie den Einwand in eigenen Worten, dann antworten Sie. Das zeigt, dass Sie zuhören.
- Nachfassen. Melden Sie sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden mit einer nützlichen Information oder der Antwort auf eine offene Frage. Tragen Sie das Ergebnis ins CRM ein.
Wie reagieren Sie auf Einwände und Ablehnung?
Nehmen Sie den Einwand ernst, stellen Sie eine Rückfrage und kommen Sie dann zum Termin zurück. Ablehnung gehört zum Kaltanruf, und wer die Gründe sammelt, lernt aus jeder Absage.
Tabelle: Häufige Einwände und mögliche Antworten, Einschätzung der Redaktion
| Einwand | Antwort | Ziel der Antwort |
|---|---|---|
| "Ich habe kein Interesse." | "Das verstehe ich. Was ist im Moment Ihre größte Herausforderung, damit ich einschätzen kann, ob wir überhaupt passen?" | Das Gespräch auf den Bedarf lenken |
| "Rufen Sie später nochmal an." | "Gern. Wann passt es Ihnen besser, Dienstag oder Donnerstag?" | Einen festen Rückruftermin setzen |
| "Schicken Sie mir Unterlagen." | "Mache ich. Welche Frage sollen die Unterlagen klären, dann schicke ich die passende Seite." | Den Entscheidungspunkt finden |
Quelle: Praxiserfahrung der Redaktion, Stand 10/2026. Die Antworten sind Vorschläge, kein Wortlaut für jeden Fall. Mehr Formulierungen liefert die Checkliste Einwandbehandlung Spickzettel, den Begriff erklärt das Glossar unter Einwandbehandlung.
Gegen die Angst vor der Absage helfen drei Gewohnheiten. Sammeln Sie die Ablehnungsgründe in einer Spalte im CRM und werten Sie sie wöchentlich aus. Legen Sie kurze Pausen zwischen die Anrufblöcke. Bauen Sie eine breite Liste auf, damit ein einzelner Anruf nicht über den Monat entscheidet. Warum emotionale Auslöser Gespräche öffnen, beschreibt der Beitrag Cold Calling mit emotionalen Triggern.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie messen Sie Erfolgsquote, Gesprächsdauer und Anrufzeit?
Zählen Sie drei Quoten: Entscheider erreicht je Wahlversuch, Termine je erreichtem Entscheider und Termine, die stattfinden. Notieren Sie je Anruf zusätzlich Uhrzeit, Gesprächsdauer, Ansprechpartner und Ergebnis. Aus diesen vier Feldern liest Ihr CRM nach vier Wochen ab, wann Sie Entscheider erreichen und welche Gespräche zum Termin führen.
Die Funnel-Stufen gehören in dieselbe Zählung: Leads, Termine, Abschlüsse. Die Zahl der Anrufe sagt wenig, die Quote je Stufe zeigt, wo Sie Gespräche verlieren. Das Messblatt liefert der Leitfaden Akquise-Kennzahlen messen, die Begriffe das Glossar zu Conversion Rate und Follow-up.
Was kostet ein Termin per Cold Call an Arbeitszeit?
Bei den Annahmen der Tabelle kostet ein Termin rund 100 Euro Arbeitszeit, das sind etwa 1 Stunde 40 Minuten Ihrer Vertriebsstunde. Die Quoten sind frei gewählt. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein, bevor Sie planen.
Tabelle: Modellrechnung Arbeitszeit je Termin bei Kaltanrufen
| Schritt | Annahme oder Rechenweg | Ergebnis |
|---|---|---|
| Wahlversuche | Annahme | 100 |
| Entscheider erreicht | Annahme 30 % | 30 Gespräche |
| Termin je Gespräch | Annahme 20 % | 6 Termine |
| Zeit je Wahlversuch inklusive Recherche und Notiz | Annahme 6 Minuten | 10 Stunden |
| Stunden je Termin | 10 Stunden geteilt durch 6 | rund 1,7 Stunden |
| Wert je Termin | 1,7 Stunden mal 60 Euro Vollkostensatz (Annahme) | rund 100 Euro |
Quelle: Modellrechnung der Redaktion, Stand 10/2026. Die Quoten stammen nicht aus einer Erhebung, der Satz von 60 Euro ist eine Annahme. Rechnen Sie mit dem Vollkostensatz Ihrer Stelle. Zur Begriffsklärung dient das Glossar zu Kosten je Termin.
Welche Technik brauchen Sie für Kaltanrufe?
Sie brauchen ein Headset mit klarer Sprache und ein CRM, das Notizen, Ergebnisse und Wiedervorlagen speichert. Alles weitere ist optional: Ein Dialer lohnt sich erst, wenn das Wählen zum Engpass wird. Funktionen und Auswahl beschreibt der Beitrag Cold Calling Software, den Einsatz von KI der Beitrag Cold Calling mit KI.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigte ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Hersteller von Industrietoren rief der Vertrieb in der ersten Woche 80 Firmen an. Der Einstieg stellte das Sortiment vor. Der Vertrieb erreichte 14 Entscheider und vereinbarte 1 Termin.
In der zweiten Woche nannte jeder Anruf einen Anlass aus der Recherche, etwa eine neue Halle oder eine Stellenanzeige für einen Logistikleiter, und endete mit zwei Terminvorschlägen. Bei 80 Anrufen erreichte der Vertrieb 22 Entscheider und vereinbarte 5 Termine, 4 davon fanden statt. Die Auswertung der Notizen zeigte, dass die Absagen vor allem bei Firmen ohne benannten Ansprechpartner fielen. Die Liste wurde um diese Firmen bereinigt.
Wann trägt Cold Calling nicht?
Der Kanal trägt nicht, wenn die Rechtslage für Ihre Zielgruppe offen ist, wenn Sie keinen Ansprechpartner benennen können oder wenn niemand Zeit hat, Termine anzunehmen und nachzufassen. Dann sinken die Quoten, und der Anruf schadet dem Ruf Ihrer Firma.
- Rechtslage ungeklärt: Ohne Klärung rufen Sie nicht an. Der Wissensbeitrag Kaltakquise und Recht nennt den Stand.
- Kein Anlass, kein Name: Eine Liste ohne Ansprechpartner und ohne Anlass bringt Absagen am Empfang.
- Sehr kleine Zielgruppe: Bei wenigen Zielfirmen wirken ein persönlicher Kontakt oder eine Empfehlung oft besser als ein Anrufblock.
- Keine Kapazität zum Nachfassen: Wer Zusagen nicht innerhalb von 48 Stunden bestätigt, verliert den Termin.
- Aggressive Gesprächsführung: Druck, wiederholte Anrufe nach einer Absage und ungünstige Uhrzeiten schädigen das Markenimage.
KRAUSS führt die Telefonebene und die Terminierung. Ob das für Ihre Zielgruppe passt, zeigt die Seite zur Telefonakquise. Den ganzen Ablauf von der Liste bis zum Termin beschreibt der Leitfaden Kaltakquise im B2B.
Wie bereiten Sie den ersten Anrufblock vor?
Gehen Sie vor dem ersten Block diese Punkte durch.
- Rechtslage für Ihre Zielgruppe geklärt
- Ansprechpartner mit Name und Rolle je Firma recherchiert
- Anlass je Firma in einem Satz notiert
- Einstieg auf 15 Sekunden gekürzt und laut geübt
- Zwei Terminvorschläge pro Gespräch vorbereitet
- Antworten auf drei häufige Einwände bereitgelegt
- CRM-Felder für Uhrzeit, Dauer und Ergebnis angelegt
- Nachfasstermine in den Kalender eingetragen
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufig gestellte Fragen
Darf ich im B2B ohne vorherige Einwilligung anrufen?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Stand, Quellen und Grenzen stehen im Wissensbeitrag zur Rechtslage der Kaltakquise. Klären Sie Ihren Fall vor dem ersten Anruf mit Ihrer Rechtsberatung.
Wie lange sollte ein Kaltanruf dauern?
Der Einstieg dauert höchstens 15 Sekunden, das Gespräch so lange, bis der Termin steht oder klar ist, dass keiner entsteht. Erfassen Sie die Dauer jedes Gesprächs und vergleichen Sie nach vier Wochen die Gespräche mit Termin mit denen ohne.
Zu welcher Zeit rufen Sie am besten an?
Eine pauschal beste Zeit gibt es nicht, sie hängt von Ihrer Zielgruppe ab. Testen Sie zwei Wochen lang feste Blöcke am Vormittag und am Nachmittag und zählen Sie, wie oft Sie je 100 Wahlversuche einen Entscheider erreichen.
Welche Alternativen zum Kaltanruf gibt es im B2B?
Inbound- und Content-Marketing, Social Selling und Netzwerk-Events bauen Kontakt über Wochen und Monate auf. Ein Anruf führt bei Erreichbarkeit schon im ersten Gespräch zum Termin. Viele Vertriebe kombinieren beide Wege.
Für welche Angebote lohnt sich ein Kaltanruf?
Er lohnt sich, wenn Sie den Käufer mit Namen und Rolle benennen können und Ihr Angebot ein Gespräch braucht, bevor es jemand versteht. Die Branche entscheidet weniger als die Frage, ob ein Termin für beide Seiten einen klaren Anlass hat.
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